Projekt Icon Lopaas Autonome Systeme besser absichern

Autor Thomas Günnel

Reibungsloser und flüssiger mit autonomen Fahrzeugen fahren: Das wollen zwei Institute und eine Hochschule erreichen. In den kommenden drei Jahren forschen sie an Methoden, um das autonome Fahren besser abzusichern.

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Automatisiert fahrende Shuttles sind bisher eher langsam unterwegs. Neue Methoden zur Absicherung der autonomen Systeme sollen das verbessern. Im Bild: Shuttles des Herstellers Navya.
Automatisiert fahrende Shuttles sind bisher eher langsam unterwegs. Neue Methoden zur Absicherung der autonomen Systeme sollen das verbessern. Im Bild: Shuttles des Herstellers Navya.
(Bild: Navya)

Autonom fahrende Fahrzeuge sind aktuell meist langsam unterwegs, zudem bleiben sie in diversen Fällen stehen – sicherheitshalber. Pilotstudien der Automobilhersteller bestätigen diese Wahrnehmung der Passagiere. Zwei Fraunhofer-Institute und eine Hochschule wollen das ändern. Im Forschungsprojekt „ICON LOPAAS“ (Layers of Protection Architecture for Autonomous Systems) entwickeln sie eine Vorgehensweise, um autonome Systeme und insbesondere autonome Fahrzeuge abzusichern.

Dazu gehört laut der Projektpartner vor allem „das dynamische Risikomanagement, welches dem Fahrzeug ein besseres Verständnis der aktuellen Risiken der Fahrsituation gibt.“ Das dynamische Risikomanagement berücksichtigt demnach externe Einflussfaktoren wie das Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer und zusätzlich interne Faktoren: zum Beispiel die Unsicherheiten bei der Wahrnehmung der aktuellen Situation. Dies ermöglicht laut der Projektpartner neue Ansätze, um künstliche Intelligenz für sicherheitskritische Aufgaben zu nutzen.

Konkret beschreibt sie, wie externe und interne Einflussfaktoren verwendet werden können, um Risiken im laufenden Betrieb automatisiert zu bestimmen und zu kontrollieren. Autonome Fahrzeuge sollen so schneller und unbeirrter fahren können; basierend auf genauer und sicherer eingeschätzten Risiken. Die Ergebnisse des Projekts sollen anschließend für den Technologietransfer in die Standardisierung und Normierung einfließen.

Wer sind die Projektpartner?

Im Projekt Lopaas arbeiten Beschäftigte des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE, des Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme IKS und der Universität York.

Mit seinem internen Förderprogramm Icon (International Cooperation and Networking) unterstützt das Fraunhofer-Institut Kooperationsprojekte mit internationalen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Für die kommenden drei Jahre stehen drei Millionen Euro für das Projekt Lopaas zur Verfügung.

Das Fraunhofer IESE und das Fraunhofer IKS sind nach eigenen Angaben die beiden führenden Fraunhofer-Institute im Bereich Safety Engineering autonomer Systeme. Die Universität York gilt international als die zentrale Forschungseinrichtung auf dem Gebiet Safety, sie engagiert sich im Projekt im Rahmen ihres „Assuring Autonomy International Programm“.

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