Autonomes Fahren HD-Karten versus Sensoren

Von Henrik Bork

Hochauflösende Karten für Fahrassistenzsysteme und das autonome Fahren sind für Anhänger von Sensorlösungen – wie Elon Musk – keine gute Idee. In China ist derzeit ein Wettrennen der beiden Ansätze zu beobachten.

HD-Karten für das autonome Fahren treffen vor allem bei Multi-Sensor-Anhängern auf Kritiker. Aktueller Schauplatz der Diskussion: China.
HD-Karten für das autonome Fahren treffen vor allem bei Multi-Sensor-Anhängern auf Kritiker. Aktueller Schauplatz der Diskussion: China.
(Bild: Atlatec GmbH)

Das „Team Map“ holt gegenüber dem „Team Sensor“ auf. So ließe sich der aktuelle Stand im Match zwischen den zwei technologischen Routen beim autonomen Fahren in China beschreiben. Die ersten zwei Städte in China – Shenzhen und Guangzhou – haben soeben Lizenzen für hochauflösende Karten beim Einsatz für die Fahrerassistenz (ADAS) erteilt, meldet das chinesische Autofachportal Gasgoo.

Bislang durfte in China nur auf Autobahnen und auf einigen Stadtautobahnen mit Autopilot gefahren werden – nun also auch in den zwei ersten Millionenmetropolen im innerstädtischen Verkehr. Mindestens weitere vier Städte werden vermutlich bald folgen, denn Chinas „Ministerium für natürliche Ressourcen“ hatte schon im August Pilotprojekte in insgesamt sechs Städten genehmigt.