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Entwicklung Autonomes Fahren in der Coronakrise: GM-Tochter Cruise entlässt 140 Mitarbeiter

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Wegen der Coronakrise streicht Cruise, die GM-Einheit für autonomes Fahren, einem Bericht zufolge 140 Jobs. Damit sind sie nicht die ersten, die bei der teuren Entwicklungsarbeit den Gürtel enger schnallen.

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(Bild: Cruise)

Am vergangenen Donnerstag (14. Mai) hat die GM-Tochter Cruise acht Prozent des Personals entlassen, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“. Dem Bericht zufolge sind das etwa 140 Mitarbeiter, „Reuters“ stützt sich dabei auf eine interne E-Mail, die von Cruise-CEO Dan Ammann verschickt wurde. Cruise selbst bestätige nur den Stellenabbau, nicht die konkrete Zahl von 140 Beschäftigten.

In dem Bericht heißt es weiter, dass laut der E-Mail auch Mitarbeiter eines Ingenieursteams gekündigt wurden, die an Lidarsensoren arbeiten. Die Mission von Cruise, hochautomatisierte Fahrfunktionen auf die Straßen zu bringen, sei jedoch davon ungebrochen. „In dieser Zeit großer Veränderungen können wir uns glücklich schätzen, dass wir einen klaren Auftrag und Milliarden auf der Bank haben“, so ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur. Auch GM-Konzernchefin Mary Barra bekräftigte erst kürzlich, dass ihr Vertrauen in Cruise „unerschütterlich“ sei.

Autonomes Fahren in der Coronakrise: Zu teuer?

Die Coronakrise setzt die Autobranche mächtig unter Druck und zwingt Unternehmen, ihre F&E-Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen. Was das für das autonome Fahren bedeutet, ist noch offen – bekanntermaßen verschlingen die Entwicklungskosten viel Geld und der Erfolg kein schneller. So hat beispielsweise bereits der Automobilzulieferer Continental angekündigt, vorerst von Investitionen in Technik ab Level 3 abzusehen.

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