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Feynsinn Beratung mit sichtbaren Ergebnissen

| Redakteur: Christian Otto

Die EDAG-Marke Feynsinn bot mit ihrer Veranstaltung „sichtbar“ eine Plattform für Spezialisten aus dem Bereich Prozessoptimierung und Visueller Kommunikation. Dabei gaben auch namhafte Premiumhersteller anschauliche Praxisbeispiele aus ihrer Zusammenarbeit mit einer Beratungsfirma.

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Die EDAG-Marke Feynsinn bot mit ihrer Veranstaltung „sichtbar“ eine Plattform für Spezialisten aus dem Bereich Prozessoptimierung und Visueller Kommunikation.
Die EDAG-Marke Feynsinn bot mit ihrer Veranstaltung „sichtbar“ eine Plattform für Spezialisten aus dem Bereich Prozessoptimierung und Visueller Kommunikation.
(Edag/ Feynsinn)

„Schuster bleib bei deinen Leisten.“ Mit diesem Satz grenzte André Stöwing, Leiter von Feynsinn, bildlich die Möglichkeiten und das Leistungsspektrum seiner Beratung ab. Man wolle sich nicht mit allen Mitteln mit Mitbewerbern wie Roland Berger oder Berryls messen. Vielmehr biete Feynsinn ein klar definiertes Angebot an Leistungen, um auch großen Unternehmen aus der Automobilindustrie oder anderen Branchen beratend zur Seite zu stehen. Dabei bilden die Prozessberatung, Visualisierung, CA-/PDM-Beratung und das Produktkostenmanagement die Kernkompetenzen der Firma, die ihren Hauptsitz in München hat.

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Und auf diese Kompetenzen greifen auch Premiumhersteller wie BMW und Daimler sowie Zulieferer wie Webasto-Edscha zurück. Das zeigte auch deren Engagement bei dem von Feynsinn organisierten Vortrags- und Diskussionsforum mit dem Titel „sichtbar“. Die Veranstaltung widmete sich in vier Themenkomplexen, wesentlichen Arbeitsbereichen der Beratungsfirma und veranschaulichte diese mittels konkreter Anwendungsbeispiele der Kunden und Partner.

Prozessoptimierung in aller Munde

So galt der erste Themenschwerpunkt der breit geforderten Prozessoptimierung. Feynsinn setzt dabei auf eine Beratung, die eine Brücke von der angepeilten Strategie zum operativen Tagesgeschäft schlagen soll. Dabei sieht sich die Firma laut Berater Michael Pollner als „Wissensmakler“. Dass diese Form der Unterstützung für ein Unternehmen unabdingbar sei, führte Professor Dr. Wolfram Volk von der Technischen Universität München am Beispiel der Prozesskette „Lackierte Karosserie“ aus: Er lenkte den Blick auf die Personen auf der anderen Seite, das heißt in diesem Fall: Kunden wie BMW und deren personelle Voraussetzungen. Denn laut Volk gilt: „Ein Prozess lebt entscheidend von Schnittstellen und Informationsweitergabe-Systemen.“ Nicht alle Personen die an einem Projekt beteiligt sind, haben aber die gleichen Fähigkeiten in der Informationsweitergabe. Das zeigen schon die unterschiedlichen CAD- und CAE-Kenntnisse bei den am Prozess mitwirkenden Projektleitern, Konzeptplanern, Teileentwicklern, Werkzeugentwicklern oder Einkäufern. Hier kann die Beratung eine gezielte Hilfestellung geben.

„Die Grenze war erreicht.“

Ein weiteres Beispiel aus der Praxis führte Dr. Matthias Kreimeyer, Leiter der Produktarchitektur bei MAN, an. Zur Optimierung der Prozesse setzt die Marke zusammen mit Feynsinn eine Prototypen-Datenbank für seinen Nutzfahrzeugbereich auf. Die anderen Unternehmensteile sollen folgen. Damit will der Hersteller den kompletten Umfang der Prozessdarstellung und –analyse nicht mehr rein über Power Point oder Excel abbilden. Den Grund für diesen Wandel kann Kreimeyer klar benennen: „Die Grenze des theoretisch Planbaren war mit diesen Programmen erreicht.“ Die neue flexible Datenbanklösung namens jEDwin, die Feynsinn und EDAG selbst entwickelten, ersetzt nun interimsweise viele Excel-Datensätze. Zwar erfolgen die schreibenden Zugriffe der Ingenieure zurzeit noch mit den alten Programmen, aber das künftige Arbeitsmodell steht. Dr. Kreimeyer bewertete es als „weitestgehend lauffähig.“ Weitere Verbesserungen folgen noch. Der Vorteil an der Umsetzung während des laufenden Geschäfts ist laut dem MAN-Manager das Ergebnis: ein operativer Prototyp. Die Datenbank wurde in den Tagesablauf der Mitarbeiter integriert und die praktische Anwendung überzeugte auch Skeptiker.

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