E-Auto Ex-Audi-Manager Bernd Martens wird Lightyear-Vorstand

Von Andreas Grimm

Bernd Martens soll beim Übergang von der Idee zum Marktstart eines Volumenmodells helfen. Der früherer Vorstand von Audi wird COO beim Start-up.

Der frühere Beschaffungsvorstand von Audi, Bernd Martens (Archivbild), ist beim Solarauto-Hersteller Lightyear als Chief Operating Officer eingestiegen.
Der frühere Beschaffungsvorstand von Audi, Bernd Martens (Archivbild), ist beim Solarauto-Hersteller Lightyear als Chief Operating Officer eingestiegen.
(Bild: Audi)

Der frühere Audi-Beschaffungsvorstand Bernd Martens ergänzt die Führungsriege des niederländischen E-Auto-Start-ups Lightyear. Wie das Unternehmen mitteilt, ist der 56-jährige Manager seit Anfang Dezember Chief Operating Officer. In dieser Funktion dürfte er Vorstandschef Lex Hoefsloot entlasten. Lightyear ist derzeit dabei, die Produktion des ersten Modells, des „Lightyear 0“ hochzufahren. Das Auto wird bei Valmet in Finnland gebaut – allerdings nur 946 Einheiten zum Preis von jeweils 250.000 Euro.

Erst in zwei bis drei Jahren will Lightyear dann mit einem Volumenmodell auf den Markt kommen, dem Modell „2“. Dabei werde Martens „sämtliche Schritte der Produktion“ begleiten, heißt es in der Mitteilung. Außerdem soll er seine Expertise beim Aufbau eines Lieferantennetzwerks einbringen. Um die Startvorbereitungen für den Massenmarkt kümmert sich seit September als Vertriebsvorständin Mariella de Koning. Martnes Vorgänger, Hans Heijmans, ist nun Geschäftsführer des Lightyear-Teams.

Das Alleinstellungsmerkmal der beiden Fahrzeuge sollen Solarzellen auf dem Dach sein. Sie sollen die Reichweite der Modelle ordentlich verlängern können. Beim „Lightyear 0“ sollen es im Idealfall 70 Kilometer pro Tag sein.

Über Bernd Martens

Martens war bei Audi zwischen 2012 und Februar 2020 Vorstand für die Themen Einkauf, Beschaffung und IT. Er verließ den Autobauer im Zuge eines großen Vorstandsumbaus durch den damals neuen Audi-Chef Markus Duesmann. Danach war er als freiberuflicher Berater unter anderem für Roland Berger tätig und engagierte sich für das Projekt Verde Magnesium, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, Europa in der Magnesium-Beschaffung unabhängiger von Importen zu machen. Zuletzt war Martens auch für das Münchener Unternehmen Fox E-Mobility, das das E-Auto Mia entwickelt, als Beirat tätig.

Martens war nach seinem Studium der Wirtschaftsingenieurswissenschaften zunächst für Volkswagen in Brasilien aktiv. Danach arbeitete er bis zu seinem Wechsel zu Audi in der Konzernbeschaffung von Volkswagen in Wolfsburg.

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