Entwicklungsdienstleister

Bertrandt: Getriebe-Prüfstand für Elektrofahrzeuge

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Bertrandt will den Realitätsgrad der Prüfbedingungen von Pkw-Parksperren erhöhen und hat dazu selbst einen Getriebe-Prüfstand entwickelt.
Bertrandt will den Realitätsgrad der Prüfbedingungen von Pkw-Parksperren erhöhen und hat dazu selbst einen Getriebe-Prüfstand entwickelt. (Bild: Bertrandt)

Bertrandt hat einen neuen Getriebe-Prüfstand zur Absicherung der Parksperre bei Elektrofahrzeugen entwickelt. Der Entwicklungsdienstleister will so den Realitätsgrad der Prüfbedingungen von Pkw-Parksperren erhöhen.

Mit einem selbst entwickelten Getriebe-Prüfstand will Bertrandt den Realitätsgrad der Prüfbedingungen von Pkw-Parksperren erhöhen. Auffälligkeiten hinsichtlich Funktionalität und Lebensdauer von Parksperren sollen damit künftig frühzeitig erkannt werden.

Umfassendes Prüfverfahren

Die Parksperre als Teil des Getriebes soll das ungewollte Wegrollen eines geparkten Pkw verhindern. Für die Sicherheit der Pkw-Nutzung sei es daher von großer Bedeutung, dass die Parksperre über die gesamte Nutzungsdauer eines Fahrzeugs einwandfrei funktioniert. Mit dem Getriebe-Prüfstand, der über vier Jahre entwickelt wurde, sieht sich Bertrandt laut eigener Angaben in der Lage, realitätsgetreue Ergebnisse hinsichtlich der Funktionalität und Langlebigkeit einer Pkw-Parksperre zu liefern.

Der Entwicklungsdienstleister habe den Prüfstand speziell für die Absicherung der Parksperre bei Elektrofahrzeugen entwickelt, um die Schwingungserscheinungen aus dem realen Fahrzeugbetrieb nachbilden zu können. Das Ziel sei es, die Fahrzeugsicherheit in der Elektromobilität zu erhöhen.

Bis zu 30.000 Testzyklen in wenigen Tagen

Der Prüfstand soll nach Angaben des Unternehmens in der Lage sein, sämtliche Getriebetypen eines jeden Herstellers während der Blockade des Antriebsstrangs durch die Getriebe-Parksperre zu prüfen. Das Alleinstellungsmerkmal des Prüfstandes sei die realitätsgetreue Nachbildung des Kontakts zwischen dem Reifen und der Straße. Der Aufbau soll so gestaltet sein, dass nie größere Last auf den Prüfling einwirken kann, als ein blockierender Fahrzeugreifen im Straßeneinsatz aufbauen kann.

Der automatisierte Prüfbetrieb soll bis zu 30.000 Testzyklen in wenigen Tagen durchführen können, um mögliche Langzeitfolgen frühestmöglich festzustellen. Bertrandt teilt mit, dass sich zusätzlich zum stationären Prüfstand in München eine mobile Version für die ortsungebundene Verwendung, basierend auf einer Containerbauweise, in Planung befindet.

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