Elektromobilität BMW baut Antriebswerk in Steyr aus

Von Jens Rehberg

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Der Münchner Autobauer will bis 2030 rund eine Milliarde Euro in die Entwicklung seines kommenden E-Antriebs sowie den entsprechenden Fertigungsausbau stecken. Das Werk Steyr bekommt zwei neue Montagelinien.

Baustelle auf dem Produktionsgelände von BMW in Steyr: Die Flächen für die neue Halle und die Logistikerweiterung.
Baustelle auf dem Produktionsgelände von BMW in Steyr: Die Flächen für die neue Halle und die Logistikerweiterung.
(Bild: BMW)

Ab dem Jahr 2025 entwickelt und produziert BMW im oberösterreichischen Steyr seine Elektroantriebe der nächsten Generation. Wie der Hersteller am Montag vermeldete, sollen im Zuge dessen die Kapazitäten des dortigen Werkes deutlich erhöht werden.

„Wir werden künftig pro Jahr über 600.000 E-Antriebe produzieren“, kündigt der Steyrer Werkschef Alexander Susanek laut der Erklärung an. Dies geschehe parallel zur anhaltend hohen Auslastung mit Diesel- und Ottomotoren. „Bis 2030 wird rund die Hälfte unserer 4.400 Beschäftigten in der Elektromobilität tätig sein.“

Zwei neue Montagelinien

In Steyr sollen künftig alle Kernkomponenten des kommenden integrierten E-Antriebs produziert werden: Rotor und Stator, das Getriebe, der Inverter sowie das Gehäuse. Alle Komponenten werden anschließend an zwei neuen Bändern montiert.

Dafür werden sowohl bestehende Produktionsflächen umgebaut als auch neue Flächen geschaffen. Eine neue, zweigeschossige Halle soll Platz für die beiden Linien zur Montage der E-Antriebe inklusive der Getriebemontage bieten. Das neue Gebäude werde außerdem für die Herstellung der Leistungselektronik in Sauberraum-Technik genutzt.

Ein zweiter Neubau soll die Logistikflächen erweitern. Die Produktionsfläche werde somit insgesamt um rund 60.000 Quadratmeter vergrößert. Dafür investiert BMW bis 2030 nach eigenen Angaben rund 710 Millionen Euro.

Entwickler gehen zunehmend in Richtung E-Mobilität

Für die Entwicklung der neuen Generation an E-Antrieben in Steyr nimmt der Hersteller weitere 230 Millionen Euro in die Hand. Derzeit sei ein Drittel der 700 Entwickler in Steyr in der E-Mobilität tätig. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 90 Prozent steigen.

Steyr soll der führende Antriebsstandort des bayerischen Autobauers bleiben. Aktuell hat weltweit jeder zweite BMW einen Antrieb aus dem österreichischen Werk. Spätestens ab 2025 soll die Produktion in Steyr ihren Energiebedarf zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen decken.

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