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OEM BMW modernisiert Werk München

| Autor / Redakteur: Tina Rumpelt / Jens Scheiner

BMW investiert 700 Millionen Euro in die Modernisierung des Werkes in München. Ende April wurde der Grundstein für eine neue Lackiererei gelegt. Eine neue Rohbau-Halle ist im Bau und auch die Montage für die in München gefertigten 3er- und 4er-Baureihen wird neu entstehen.

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An der Kelle: Hermann Bohrer, Leiter des BMW Group Werkes München (rechts), Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (Mitte) und Gesamtbetriebsratsvorsitzender Manfred Schoch.
An der Kelle: Hermann Bohrer, Leiter des BMW Group Werkes München (rechts), Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (Mitte) und Gesamtbetriebsratsvorsitzender Manfred Schoch.
(Foto: BMW )

Bei der Grundsteinlegung für die neue Lackiererei am 28. April im Münchner BMW-Werk ging Dieter Reiter beherzt mit der Maurerkelle zu Werke. Doch Münchens Oberbürgermeister konnte sich die Anmerkung nicht verkneifen: „Eigentlich bin ich ja mehr ein Mund-Werker.“ Als „Hand-Werker“ assistierten ihm Hermann Bohrer, als Werkleiter Hausherr in München, sowie Gesamtbetriebsratsvorsitzender Manfred Schoch. Zusammen mauerten sie im Grundstein unter anderem die Baupläne, ein paar Geldmünzen sowie eine Tageszeitung ein.

Vergaben für Technik laufen noch

Die neue Lackiererei im BMW-Stammwerk entsteht auf 13.500 Quadratmetern Grundfläche. Sie soll im Spätsommer 2017 in Betrieb gehen. Kostenpunkt: rund 220 Millionen Euro. Rund 500 hochmoderne Arbeitsplätze werden entstehen. Nach 24 Jahren hat dann die bestehende Lackiererei gleich neben der Neubaufläche ausgedient und die Mitarbeiter ziehen in den Neubau um. „Die Vergaben der technischen Einrichtungen laufen noch“, erläuterte Friedrich Camus, der als Projektleiter den Bau der neuen Lackiererei betreut. Bis Ende Juni soll feststehen, wer die Aufträge für die komplexe Anlagentechnik erhält. Die neue Lackieranlage wird im Dreischichtbetrieb arbeiten und pro Tag rund 1.000 Karosserien in bis zu 3.000 unterschiedlichen Farben lackieren können. Sechsachsige Roboter erlauben künftig deutlich mehr Freiheitsgrade in der Lackiertechnik und somit flexibles Reagieren auf Sonderwünsche der Kunden wie Individualfarben und Mattlacke.

Der Grundstein ist gelegt: Im Spätsommer 2017 soll die neue, 220 Millionen Euro teure Lackiererei im Münchner BMW-Stammwerk in Betrieb gehen.
Der Grundstein ist gelegt: Im Spätsommer 2017 soll die neue, 220 Millionen Euro teure Lackiererei im Münchner BMW-Stammwerk in Betrieb gehen.
(Foto: BMW )

Die Münchner Lackiererei hat Vorbilder: BMW investierte in den vergangenen Jahren in neue Lackieranlagen in Dingolfing, in Spartanburg in den USA sowie am chinesischen Standort Tiexi. Sie alle arbeiten mit dem IPP, dem „Integrated Paint Process“, der bei BMW erstmals in der Mini-Fabrik in Oxford zum Einsatz kam. „Wir übernehmen diesen hocheffizienten Prozess auch für München“, erklärt Camus.Allerdings muss im Münchner Stammwerk aufgrund der beengten Platzverhältnisse auf dem Werksgelände das Anlagenkonzept neu gestaltet werden. „Da wir einen mit fast 170 Metern zwar langen, mit 75 Meter aber nur schmalen Bauplatz zur Verfügung haben, müssen wir in die Höhe gehen“, so Camus. Der Lackiererei-Neubau wird daher mit sieben Stockwerken eine Höhe von 32 Metern erreichen.

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