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Elektromobilität BMW-Werk Dingolfing erhält Zuschlag für „iNext“

| Redakteur: Christian Otto

Das BMW-Werk Dingolfing hat den Zuschlag für das Modell „iNext“ erhalten. Es soll insbesondere die Elektromobilität und das automatisierte Fahren in einer neuen Qualität in sich vereinen.

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Dingolfing erhält den Zuschlag für die Produktion des neuen Modells iNext, das ab 2021 im Handel sein soll.
Dingolfing erhält den Zuschlag für die Produktion des neuen Modells iNext, das ab 2021 im Handel sein soll.
(Bild: BMW)

BMW-Chef Harald Krüger erklärte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS), dass das für 2021 angekündigte visionäre Modell iNext in Deutschland gebaut werden soll. Konkret nannte er das Werk in Dingolfing. Ausschlaggebend für die Entscheidung „ist die Nähe zur technologischen Kompetenz im Konzern und zur Entwicklung des elektrischen Antriebsstrangs“, so Krüger gegenüber FAS.

Seit dem Jahr 2013 werden in Dingolfing Hochvoltspeicher für die BMW i-Modelle gebaut. Zusätzlich finden sich am Standort Fertigungslinien für die Produktion der Akkus und E-Motoren der Plug-in-Hybride diverser BMW-Modelle. Aktuell rollen vor Ort die Plug-in-Hybrid-Versionen des BMW 5er und BMW 7er vom Band. In Dingolfing hat der Automobilhersteller bisher mehr als 100 Millionen Euro in das Thema investiert.

Hoher Automatisierungsgrad

Der iNext soll laut dem BMW-Chef neue Maßstäbe beim hochautomatisierten Fahren, bei der E-Mobilität und dem Interieur der Zukunft setzen. Gerade was das automatisierte Fahren angeht, sieht Krüger bei dem Fahrzeug sehr hohes Potenzial: „Der Fahrer übergibt die Kontrolle über längere Phasen an das Auto, Fachleute reden von Level drei. Technisch werden wir das Fahrzeug aber auch schon für höhere Automatisierungsstufen befähigen.“

Neben dieser Ankündigung äußerte sich Krüger im FAS-Interview auch bezüglich der Zukunft des viel gescholtenen Dieselantriebs: „Der saubere Diesel hat noch eine lange Zukunft vor sich. Wie lange genau, hängt unter anderem von den politischen Vorgaben ab.“ Aber Krüger sieht auch in den Kosten einen wesentlichen Faktor: „Irgendwann sind wir aber an einem Punkt, wo die notwendige Weiterentwicklung, um immer noch schärfere Grenzwerte einzuhalten, teurer wird als ein Elektroantrieb.“

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