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Wirtschaft Borg Warner kauft Delphi

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jens Scheiner

Der Konzentrationsprozess in der Zulieferindustrie geht weiter: Mit dem Kauf von Delphi Technologies sichert sich Borg Warner vor allem Produkte für elektrifizierte Fahrzeuge. Durch die Übernahme sollen aber auch weitere Geschäftsbereiche wachsen.

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Borg Warner kauft Delphi und erweitert damit sein Portfolio um Leistungselektronik für E-Fahrzeuge.
Borg Warner kauft Delphi und erweitert damit sein Portfolio um Leistungselektronik für E-Fahrzeuge.
(Bild: Borg Warner)

Seitdem General Motors seine Komponentenfertigung im Jahr 1999 abgespalten und in Delphi umbenannt hatte, ging das neu entstandene Unternehmen durch eine Vielzahl von Wandlungsprozessen. Nun dürfte die Unternehmensgeschichte des früheren Milliardenkonzerns endgültig zu Ende sein. Der US-amerikanische Autozulieferer Borg Warner kauft Delphi Technologies – die frühere Powertrain-Sparte von Delphi – für 3,3 Milliarden Dollar auf.

Andere Unternehmensteile, die sich vor allem mit Fahrzeugelektronik und Fahrerassistenz beschäftigen, bestehen hingegen unter dem Namen Aptiv weiter. Mit Delphi Technologies sichert sich Borg-Warner vor allem Produkte für elektrifizierte Fahrzeuge, wie Leistungselektronik, Ladegeräte, Batteriemanagementsysteme und Komponenten für 48-Volt-Hybridantriebe.

Über vier Milliarden Dollar Umsatz 2019

Zudem ist Delphi auch ein Experte für die Benzin-Direkteinspritzung. Auf dem Ersatzteilmarkt vertreibt das Unternehmen ein breites Produktangebot für Antrieb und Fahrwerk; zusätzlich betreibt Delphi ein Netzwerk von Werkstätten, die sich auf die Instandsetzung von Diesel-Einspritzsystemen spezialisiert haben (Delphi Diesel Center).

Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Umsatz von Borg Warner 10,17 Milliarden Dollar und der von Delphi Technologies 4,36 Milliarden Dollar. Die Übernahme erfolgt durch einen Aktienaustausch, wobei die Borg-Warner-Aktionäre künftig rund 84 Prozent und die von Delphi rund 16 Prozent an dem Gesamtunternehmen halten werden. Das Verfahren soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 abgeschlossen sein. Der Unternehmensname bleibt Borg Warner.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group