IAA Nutzfahrzeuge 2018

Bosch zeigt E-Antriebe für Kleinlaster

| Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Svenja Gelowicz

Künftig dürfte die Nachfrage nach emissionslosen Kleintransportern steigen. Bosch zeigt auf der Nutzfahrzeug IAA elektrische Antriebssysteme.
Künftig dürfte die Nachfrage nach emissionslosen Kleintransportern steigen. Bosch zeigt auf der Nutzfahrzeug IAA elektrische Antriebssysteme. (Bild: Bosch)

Kleintransporter haben angesichts oft schmutziger Dieselantriebe einen schlechten Ruf. Bosch zeigt auf der diesjährigen Nutzfahrzeug IAA in Hannover Antriebstechnik für Elektrolaster.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge (20. bis 27. September) stellt Automobilzulieferer Bosch zwei elektrische Antriebssysteme für Kleintransporter vor. Neben der E-Achse, die unter anderem ein Getriebe integriert, stellt der Technikkonzern außerdem noch ein getriebeloses elektrisches Antriebsmodul vor. Beide Varianten eignen sich für den Einsatz in leichten Nutzfahrzeugen bis 7,5 Tonnen.

Die E-Achse, die bereits 2017 in einer Version für den Einsatz in Pkw vorgestellt wurde, zeichnet sich durch eine besonders kompakte Bauweise und hohe Skalierbarkeit aus. So beansprucht das System laut Hersteller nur gut ein Drittel des Bauraums konventioneller Verbrennungsmotoren, im Vergleich zu üblichen E-Antrieben ist sie gut 20 Prozent kompakter. Außerdem verspricht Bosch einen Kostenvorteil von etwa fünf bis zehn Prozent gegenüber derzeit verwendeten Einzelkomponenten.

E-Motor besteht aus nur 250 Teilen

Der Kunde profitiert darüber hinaus vom relativ einfachen Aufbau des Antriebssystems. Beim E-Motor kommen nur 250 Teile zum Einsatz, während ein Verbrennungsmotor aus rund 2.500 Komponenten besteht. Entsprechend der geringeren Zahl an Verschleißteilen dürften auch die langfristigen Kosten bei einem E-Antrieb geringer ausfallen. Für Fahrzeughersteller ist zudem die Skalierbarkeit der E-Achse interessant. Diese kann ein Leistungsspektrum von 50 bis 300 kW (68 bis 408 PS) sowie 1.000 bis 6.000 Newtonmeter Drehmoment abdecken.

Systeme für etablierte OEMs wie auch für Start-ups

Auch das elektrische Antriebsmodul, welches auf ein Getriebe verzichtet, bündelt mehrere Komponenten wie Leistungselektronik und Motor in einem Bauteil. Die Leistung ist ebenfalls skalierbar, was in gleicher Weise den Einsatz auf verschiedene Fahrzeugtypen und Nutzlasten erlaubt. Außerdem lässt sich das Antriebsmodel auf unterschiedliche Antriebstopologien anpassen.

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Mit seinen flexiblen und skalierbaren System will Bosch es sowohl etablierten Nutzfahrzeugherstellern als auch Start-ups erlauben, möglichst zeitnah emissionsfreie Kleintransporter, denen in Deutschland eine zunehmend wichtigere Rolle zukommen dürfte, auf den Markt zu bringen.

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