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Automobilzulieferer Brose feiert 100-jähriges Standortjubiläum in Coburg

Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Vor 100 Jahren wurde im oberfränkischen Coburg das Metallwerk Max Brose & Co. gegründet. Sein Jubiläum feiert der Automobilzulieferer jedoch in einer schwierigen Zeit.

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Brose beschäftigt in Coburg rund 3.300 Mitarbeiter, davon knapp ein Viertel in Forschung und Entwicklung.
Brose beschäftigt in Coburg rund 3.300 Mitarbeiter, davon knapp ein Viertel in Forschung und Entwicklung.
(Bild: Brose)

Juni 1919: Elf Jahre nach der Eröffnung eines Handelshauses für Automobilteile in Berlin gründet Max Brose mit seinem Geschäftspartner Ernst Jühling im oberfränkischen Coburg das Metallwerk Max Brose & Co. Aus dem regionalen Handwerksbetrieb entwickelt sein Enkel Michael Stoschek ab 1971 einen Automobilzulieferer. Bei einem Jubiläumsempfang am 6. Juli in Coburg blickten Gesellschafter und Geschäftsführung auf das vergangene Jahrhundert zurück und gaben einen Ausblick in die Zukunft.

„Jubiläum in schwierigen Zeiten“

Mit Funktionen wie selbsttätig öffnenden Türen will der Zulieferer den Fahrzeugzugang der Zukunft mitgestalten, flexible Fahrzeuginnenräume sind ein weiterer Bereich. Der Wandel in der Automobilbranche, ein rückläufiger Markt insbesondere in China und ein hoher Preisdruck beeinträchtigen Broses Geschäftsentwicklung jedoch. Aufgrund der niedrigen Personal- und Arbeitskosten in Osteuropa müsse zudem die Wettbewerbsfähigkeit der Sitzfertigung in Coburg verbessert werden. „Wir feiern dieses Jubiläum daher in schwierigen Zeiten“, erklärte Kurt Sauernheimer, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Brose.

Erneuerung der Organisation

In Zukunft will die Unternehmensgruppe im Kerngeschäft weiter wachsen, Kosten in der gesamten Organisation senken, in Strukturen und Abläufen effizienter werden und die Innovationskraft bei bestehenden und neuen Produkten und Prozessen steigern. Dafür hat der Zulieferer ein Erneuerungsprogramm gestartet. „Dazu sollen die entstandene Bürokratie beendet, Hierarchien reduziert, Genehmigungen beschleunigt und die Entscheidungsfreiheit der Mitarbeiter vergrößert werden“, erklärt Michael Stoschek. Der Enkel des Firmengründers führte Brose 34 Jahre und vertritt seit 13 Jahren als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung die Interessen der Eigentümer gegenüber dem Management.

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