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Übersicht: Automobilzulieferer Was sind Automobilzulieferer? Grundlagen, Ranking und Beispiele

| Autor: Svenja Gelowicz

Wer sind die Top-Automobilzulieferer in Deutschland und welche sind die weltweit größten? Definition, Beispiele, Trends und Branchenwissen – einfach erklärt und auf einen Blick!

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Automobilzulieferer gibt es über kleine und mittelständische Unternehmen bis hin zu den Großkonzernen wie Bosch oder Conti: Definition, Branchenwissen, Trends und Top-100-Ranking.
Automobilzulieferer gibt es über kleine und mittelständische Unternehmen bis hin zu den Großkonzernen wie Bosch oder Conti: Definition, Branchenwissen, Trends und Top-100-Ranking.
(Bild: Brose)

Automobilzulieferer (englisch: Automotive Supplier) sind laut Definition: Unternehmen, die Güter herstellen, welche in den Fertigungsprozess eines Automobils eingehen beziehungsweise Bestandteil eines Automobils werden, sodass sie diese Güter direkt oder indirekt an einen Automobilhersteller, synonym Original Equipment Manufacturer (OEM), liefern.1

Das können einzelne Bauteile sein, etwa Schrauben, oder ganze Baugruppen, zum Beispiel vormontierte Türmodule. Automobilzulieferer sind also Teil einer Auto-Lieferkette.

Beispiele für einzelne Bauteile sind Schrauben, Lager, Dichtungen oder Bleche. Baugruppen wiederum sind zum Beispiel die E-Achse. Diese Baugruppe hat unter anderem Bosch auf der IAA vorgestellt – Autophorie hat sich die E-Achse angeschaut:

Alexander Fraß, Autor von „Automobilzuliefererindustrie in Deutschland“, grenzt den Begriff Automobilzulieferer weiter folgend ein:

„Zulieferer der Automobilindustrie können in zwei Hauptgruppen aufgeteilt werden. Automobilzulieferer im ,engeren Sinne' sind jene Unternehmen, die direkt automobilspezifische Teile und Komponenten an einen OEM liefern. Automobilzulieferer im ,weiteren Sinne' sind Unternehmen, die nicht-automobil-spezifische Leistungen in die Wertschöpfungskette einbringen.

Die werden jedoch in der Regel nicht in die Automobilwirtschaft gezählt, da ansonsten eine große Anzahl von Unternehmen – trotz des sehr geringen Wertschöpfungsanteils – zugehörig wäre.“

Erklärt: Die Zulieferpyramide in der Automobilindustrie (Tier-1, Tier-2, Tier-3)

Automobilzulieferer lassen sich also nach ihrer Wertschöpfungsstufe differenzieren. Dafür dient die Zulieferpyramide.

Die Zulieferpyramide ist die hierarchische Ordnung der Lieferanten eines OEM (Original Equipment Manufacturer, also Erstausrüster) – bis hin zum Endprodukt, also dem Fahrzeug. Dieser Autohersteller steht an der Spitze der Pyramide. Die Lieferkette von Teilelieferanten über Komponenten-, System- und Modullieferanten bis zum Erstausrüster stellt die Pyramide dar.

Eine systematische Übersicht der Zuliefererpyramide.
Eine systematische Übersicht der Zuliefererpyramide.
(Bild: Automobil Industrie)

Als Tier-1-Lieferant (engl. Tier = Ebene oder Rang) wird dabei ein Zulieferer bezeichnet, der den OEM direkt beliefert; darunter folgen dann in der Lieferkette Tier-2- und Tier-3-Lieferanten. Zulieferer, die in der Lieferantenhierarchie unten stehen, können trotzdem Ebenen überspringen und so zum Beispiel den OEM – also den Hersteller – direkt beliefern.

Ranking der Top-Automobilzulieferer

»Automobil Industrie« und die Automobilberatung Berylls Strategy Advisors führen eine exklusive Liste mit den größten Autozulieferern weltweit, die jährlich aktualisiert wird. Diese können Sie kostenfrei herunterladen.

Unangefochten liegt Bosch im Jahr 2018 mit 47,6 Milliarden Euro Umsatz (Unternehmensbereich Mobility Solutions) auf Platz eins, gefolgt von Continental (44,4 Milliarden Euro) und Denso (umgerechnet 42,6 Milliarden Euro). Den Erfolg der großen Drei sichert die Tatsache, dass weltweit wohl nur sehr wenige Autos produziert werden, die ganz ohne Bauteile der Top Player von den Bändern laufen – ganz egal, ob es sich um Budget Cars oder Luxuslimousinen, E-Mobile oder konventionell angetriebene Modelle handelt.

Bosch, Continental und Denso sind mittlerweile so umsatzstark, dass eine Änderung der Platzierungen oder eine Verdrängung aus den Top-Positionen in den kommenden Jahren kaum vorstellbar scheint. Allerdings läuft die Transformation der Industrie mit hohem Tempo, und der Verkauf von Unternehmensteilen mittels großer M&A-Transaktionen ist Tagesordnung.

Für die Zulieferer lief es im Jahr 2018 insgesamt rund: Die Zeichen standen erneut auf Wachstum bei den 100 Größten. Immerhin 85 Unternehmen konnten ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigern. Im Durchschnitt geschah dies sogar auf Spitzenniveau, denn der Gesamtumsatz der Top-100 legte um 7,6 Prozent zu und stieg damit erheblich stärker als im Vorjahr – Ende 2017 waren die weltweit größten Automobilzulieferer lediglich um 1,1 Prozent gewachsen. Um zum Top-100-Club zu gehören, waren im vergangenen Jahr mindestens 2,9 Milliarden Euro Umsatz notwendig. Im Jahr 2017 waren es noch 2,6 Milliarden Euro Umsatz.

Von den 71 Zulieferern der Top 100, die ihre Profitabilitätskennzahlen veröffentlichen, mussten 48 im Jahr 2018 Ergebnisrückgänge verzeichnen. Im Durchschnitt ging die Profitabilität um 1 Prozentpunkt zurück. Lediglich 22 Unternehmen waren profitabler als im Vorjahr.

Wie ernst ist die Krise der Autozulieferer?

Bosch-Chef Volkmar Denner brachte in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ Anfang August auf den Punkt, was wohl Konsens in der Branche ist. Der Automarkt entwickle sich „deutlich schwächer, als wir alle noch vor einem Jahr gedacht haben“ – und dabei handele es sich nicht um eine kurzfristige Delle. Bei Bosch hängen weltweit etwa 50.000 der 410.000 Arbeitsplätze vom Diesel ab, hierzulande sind es gut 15.000. Schon im letzten Jahr haben die Stuttgarter 600 Stellen abgebaut, in den kommenden zwei Jahren sollen in der Antriebssparte an den Bosch-Standorten in Feuerbach und Schwieberdingen gut 1.600 Arbeitsplätze wegfallen, weitere 1.000 in Baden-Württemberg. „Wenn wir bei einem Dieseleinspritzsystem zehn Mitarbeiter beschäftigen, sind es bei einem Benzinsystem drei und bei einem Elektrofahrzeug nur noch einer“, sagte Denner dem Blatt.

Die Sorgen des weltgrößten Zulieferers stehen stellvertretend für die Sorgen der Branche. Neben den Konjunktursorgen und der sinkenden Nachfrage nach Technik für Verbrenner gibt es auch noch große Unsicherheiten durch Handelsstreit und Brexit. Die Autokonzerne kämpfen, und die Zulieferer stecken tief mit drin.

Der weltweite Neuwagenabsatz ist rückläufig, und hohe Investitionen belasten zusätzlich die Bilanzen. Der Preisdruck steigt, was die Margen der Hersteller schrumpfen lässt und den Druck auf die Zulieferer steigen lässt

Peter Fuß, Partner bei der Beratung EY

Statt auf eine Verbesserung der Situation zu hoffen, sollten sich die Zulieferer eher auf eine mittelfristig anhaltend schwierige Großwetterlage einstellen, so Fuß – es sei keineswegs so, dass die Autoindustrie die Talsohle bereits durchschritten hat. Allein ein steigender Neuwagenabsatz könnte die technischen Herausforderungen nicht mildern. Zukäufe, Kooperationen, aber auch Insolvenzen werden zunehmen, glaubt Fuß. Sorgen bereitet vor allem die schwache Nachfrage im führenden Automarkt China: „Peking konnte den Absatz bislang nicht mit Steuervergünstigungen anheizen, stattdessen hält der Negativtrend an.“ Die chinesischen Käufer würden sehr sensibel auf die Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China reagieren, Entwarnung sei nicht in Sicht. „Die Wirtschaft im Reich der Mitte wächst längst nicht mehr so stark wie früher“, sagt Fuß. China sorgt also wohl weiterhin für ein dickes Minus.

Welche Automobilzulieferer gibt es in Deutschland?

Das Ranking der zehn größten Automobilzulieferer in Deutschland – nach Bosch und Conti folgt ZF Friedrichshafen auf Platz drei. Beheimatet sind viele der Unternehmen im Süden Deutschlands: In Baden-Württemberg haben die meisten großen Zulieferer ihren Hauptsitz, gefolgt von Automobilzulieferern in Bayern (vgl. Liste).

Wie lief das Jahr 2018 für sie? Nun: Stabil stehen die großen deutschen Zulieferer Bosch und Continental auf den beiden vorderen Plätzen. Im Schnitt ging es für die 17 deutschen Zulieferer im letzten Jahr allerdings um zwei Plätze nach unten. Teilweise rutschten sie deutlich weiter herunter. Aunde, Anbieter von Automobiltextilien und Sitzbezügen, verabschiedet sich als einziger deutscher Zulieferer sogar ganz aus dem Top-100-Ranking. Die Verbesserung des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna um einen Platz lässt ZF auf Rang 5 zurückfallen. Dies wird sich allerdings nach der kürzlich erfolgten Übernahme des Bremsenherstellers Wabco im Ranking des nächsten Jahres wieder ändern.

Ein gemitteltes Wachstum von 3,3 Prozent für die deutschen Zulieferer ist angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen 2018 aber ein positives Zeichen. Und mit einer Profitabilität von 8,3 Prozent liegen sie auf ähnlich hohem Niveau wie die Chinesen – ein ordentliches Ergebnis vor dem Hintergrund sehr herausfordernder Marktbedingungen. In der Top-10 der deutschen Zulieferer hat sich nur ein Wechsel auf Platz 10 ergeben: Freundenberg wird von Dräxlmaier verdrängt und rutscht damit aus der Liste.

Wer liefert was bei den Automobilzulieferern? Beispiel: Der Audi A4

Zerlegt man das Auto in die unterschiedlichen Fahrzeugbereiche, lässt sich an einem Beispiel – nehmen wir den Audi A4 – gut erklären, welche Teile und Baugruppen von Zulieferern hergestellt werden. Diese Teile und Baugruppen sowie die Zulieferer sind nur beispielhaft ausgewählt – natürlich stecken noch viele weitere in dem Fahrzeug.

1. Fahrerassistenz und Sicherheit

Zur Fahrerassistenz und Sicherheit gehören auch die Bereiche Car-IT und Connectivity. Es geht also um das Unterstützen des Fahrers, Infotainment und Bedienung, Navigationssysteme und Telematik, das vernetzte Fahrzeug (Car-2-X) oder um Cloud Computing. Beim Thema Sicherheit spielen neben Fahrerassistenzsystemen auch Rückhaltesysteme und Airbags, Simulation und automatisiertes Fahren eine Rolle – auch wenn letzteres beim hier gewählten A4 noch keine Rolle spielt; sondern erst dann, wenn er nächstes Jahr neu aufgelegt erscheint.

Übersicht: Für diese Bereiche des Audi A4 stellen Automobilzulieferer Komponenten und Baugruppen zur Verfügung.
Übersicht: Für diese Bereiche des Audi A4 stellen Automobilzulieferer Komponenten und Baugruppen zur Verfügung.
(Bild: Automobil Industrie/Audi)

Die Auflage von 2015 hat zum Beispiel ein Sicherheitssystem, dessen Frontkamera Valeo liefert. Verschiedene Systeme, zum Beispiel Spurwechsel- und Querverkehrsassistenten benötigen einen Radar, der von Bosch kommt.

2. Innenraum

Über die geschwungene Front der Instrumententafel von Magna verläuft ein Band mit integrierten Luftausströmern, das nur durch die Instrumente unterbrochen wird. Das Bauteil stammt von Dr. Schneider. An der Sitzanlage ist Lear beteiligt; Schock Metall liefert rollgeformte Spezialprofile und Führungssysteme für das Ablage- und Gepäckraumpaket, das es optional zu kaufen gibt.

3. Karosserie

Der A4 hat gegenüber seinem Vorgänger deutlich abgespeckt; auch, weil die vorderen Federbeindome hochintegrierte Aluminiumgussteile sind. Verstärkungen und Stanzteile liefert Magna. Strukturteile kommen unter anderem von Gestamp, TRW ( gehört seit Mai 2015 zu ZF Friedrichshafen) liefert wiederum Verschlussdeckel und Modulhalter.

4. Fahrwerk

Die Hinterachse des A4 kommt von Gestamp, die Radlager liefert LuK.

5. Infotainment und Elektronik

Zur Unterhaltung im Fond steht ein Tablet zur Wahl. Ein Tegra-40-Prozessor von Nvidia treibt das System an. Das Bordnetz für den A4 liefert Kromberg & Schubert.

6. Powertrain

Die Getriebesteuerung kommt von Continental. Wiederum Hirschvogel Automotive fertigt unter anderem Radnaben und Getriebewellen sowie für die Dieselaggregate Rails und Injektorkörper.

Wichtige Trends für die Automobilzulieferer

Die Zulieferer stellen sich zunehmend auf die Elektrifizierung der Mobilität sowie die Themen Konnektivität und autonomes Fahren ein. Den Großen gelingt dies unter anderem, indem sie ganze Geschäftsbereiche abspalten, die langfristig nicht mehr ins Portfolio passen, und dort zukaufen, wo Lücken im künftigen Angebot zu schließen sind.

Ein Beispiel ist das Joint Venture von Continental mit Osram, das für innovative Licht- und Lasertechnik für autonome Fahrzeuge stehen soll. Ziel ist, intelligente Licht- und Sensorsysteme für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln. Sie sollen die Kommunikation der Robo-Autos (C2C) untereinander, aber auch mit anderen Verkehrsteilnehmern sicherstellen (C2X).

Welche Bedeutung Licht – das wichtigste Fahrerassistenzsystem überhaupt – künftig haben wird, zeigt auch die Übernahme des österreichischen Beleuchtungsspezialisten ZKW für 1,1 Milliarden Euro durch den Elektronikriesen LG. Es handelt sich um den größten Übernahmedeal des koreanischen Konzerns, von dem mehr als 9.000 Mitarbeiter weltweit betroffen sein werden.

M&A bei Automobilzulieferern

Im Mittelfeld und auf den weiter hinten gelegenen Plätzen wurden 2018 wahre Übernahmeschlachten geschlagen – ein klares Indiz dafür, dass die Transformation der Industrie mit höchstem Tempo vorangetrieben wird. Die CASE-Technologien erfordern allesamt hohe Investitionen, in den allermeisten Fällen allerdings zulasten der Profitabilität. Viele der großen Zulieferer können diese Investitionen zwar stemmen; mancher Mittelständler ist allerdings zunehmend überfordert.

Viele kleinere Zulieferer schlüpfen daher unter den Schirm eines größeren, der die Ressourcen bietet, die notwendigen Investitionen zu bewältigen. Zudem fordern viele OEMs, dass Zulieferer bei ihrer Internationalisierung mitziehen und ausländische Werke aufbauen. Auch das ist für kleinere Zulieferer finanziell kaum zu stemmen.

Aus den genannten Gründen dreht sich das M&A-Karussell immer schneller, die Konsolidierung der Branche nimmt an Dynamik zu und sorgt in den Top 100 für viel Bewegung. Tenneco kauft Federal Mogul und verbessert sich bis zur vollständigen Konsolidierung zunächst um zwei Plätze. Calsonic Kansei löst Magneti Marelli aus dem FCA-Konzern raus und verbessert sich zunächst um eine Position. Der chinesische Zulieferer Joyson schließt 2018 die Übernahme des insolventen Airbag-Zulieferers Takata aus Japan ab und klettert unter anderem dadurch um 35 Plätze auf Rang 38. GKN wird vom Finanzinvestor Melrose übernommen.

Der südkoreanische Elektronik-Spezialist LG kauft den österreichischen Lichtspezialist ZKW und macht vier Plätze im Ranking gut. Autoliv spaltet die Elektroniksparte ab und bringt Veoneer (Herstellungsschwerpunkte u. a. Lidar-, Radar-Komponenten) an die Börse. Honeywell gründet die Turbolader-Sparte (Garrett, Platz 98) vollständig aus und verabschiedet sich damit genau wie Johnson Controls vollständig aus dem Automobilgeschäft. Eine monatliche Zusammenfassung der wichtigsten M&A-Transaktionen liefert Jan Dannenberg, Partner Berylls Strategy Advisors, für »Automobil Industrie« und liegt in unserer Mediathek zum kostenlosen Download bereit.

Autohersteller fordern günstigere Preise

Der Druck auf die Lieferanten seitens der Autohersteller, aber auch von den Systemlieferanten, bleibt auf einem hohen Niveau, die Schärfe im Umgang nimmt deutlich zu. Das sind Ergebnisse der Studie „Die Preissenkungs-Forderungen der Automobilhersteller“. Tier-1-Zulieferer verlangten im Jahr 2019 demnach im Schnitt vier Prozent Nachlass, insgesamt forderten Einkäufer 3,6 Prozent Rabatt. Um den Lieferanten zu drohen, setzen der Studie zufolge die meisten Unternehmen auf ein günstigeres Zweitangebot aus Fernost. Außerdem forderten Einkäufer gerne dazu auf, die Kalkulation zu präsentieren – ein sogenannter „Cost Break Down“.

Start-ups als Automobilzulieferer

Die Bedeutung kreativer Start-ups, die die künftige Mobilität maßgeblich mitprägen wollen, wächst. Ihr Umsatz in Euro mag weit unterhalb der Top-100-Schwelle von 2,6 Milliarden Euro liegen, ihr Einfluss in der Zuliefererindustrie nimmt gleichwohl sprunghaft zu. Die Top Ten der Silicon Valley Start-ups, wie Smartdrive, Greenroad, lytx, Inthinc, NuTonomy, Cruise etc., die für kamerabasierte Systeme, Fahreraufmerksamkeit und automatisiertes Fahren stehen, konnten bislang laut aktueller M&A-Studie von Berylls Strategy Advisors über 800 Millionen Euro an Geldern einsammeln. Die Top-15-Start-ups für Carsharing wurden mit rund 700 Millionen Euro gefördert.

Unter den Geldgebern befinden sich neben risikoaffinen Venture-Capital-Gesellschaften zunehmend Tier-1-Zulieferer, die sich bei Beteiligungen bislang eher zurückhielten. Aber die Zeiten ändern sich: Die namhaften Automobilzulieferer sind mittlerweile groß in Fahrt auf dem Weg in Richtung automobile Zukunft. Auch weil sie realisiert haben, dass neben den Tech-Titans aus dem Silicon Valley nun mehr und mehr chinesische Unternehmen in das Rennen einsteigen.

Jobs, Gehalt und Karriere in der Branche der Automobilzulieferer

Warum bei einem Automobilzulieferer arbeiten? Zulieferer spielen eine zunehmend wichtigere Rolle und gerade die Großen wie Bosch treten mit neuen Geschäftsmodellen – vor allem im Hinblick auf neue Mobilitätskonzepte – in Konkurrenz zu den Herstellern. Aber auch im Mittelstand spielen zahlreiche Automobilzulieferer in puncto Innovation ganz vorne mit. Ob als Ingenieur, Projektmanager oder Sales-Spezialist – die breite Palette der Arbeitgeber in der Zulieferbranche bietet Bewerbern viele Möglichkeiten, sich ihrer Qualifikation entsprechend einzubringen. Hier finden Sie eine Übersicht über den Gehaltscheck der Auto- und Zulieferindustrie:

Im großen Gehaltsreport 2018 finden Sie außerdem detaillierte Infos zu Gehaltsstrukturen der Automobilzulieferer. Vorneweg: 72.000 Euro beträgt das Jahresbruttogehalt (mittleres Einkommen mit variablem Anteil). Beim Einkommen spielt natürlich die Berufserfahrung eine große Rolle. Wer unter 30 ist, bekommt durchschnittlich 48.700 Euro, die über 60-Jährigen im Mittel hingegen 88.650 Euro.

Weitere Quellen zu Automobilzulieferern

1. Unser Themenkanal Zulieferer: tagesaktuelle News, Fachbeiträge und Insiderwissen

2. Unsere Mediathek: Studien und monatlich aktualisierte M&A-Transaktionen der Automobilzulieferer

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1 David Braun (2012): Von welchen Supply-Chain-Management-Maßnahmen profitieren Automobilzulieferer?

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Über den Autor

 Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Autojournalistin