Zulieferer Brose und Volkswagen gründen Gemeinschaftsunternehmen

Redakteur: Thomas Günnel

Brose und Volkswagen gründen ein gemeinsames Unternehmen. Dazu wird der Zulieferer Teilhaber der VW-Tochtergesellschaft.

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Brose und Sitech entwickeln künftig gemeinsam Innenraumkomponenten. Im Bild sitzend, von links: Ulrich Schrickel (Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose-Gruppe), Michael Stoschek (Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose-Gruppe), Herbert Diess (Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG) und Thomas Schmall (Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Technik, CEO der Volkswagen Group Components). Stehend, von links: Tomasz Lewandowski (Vorstandsvorsitzender Sitech Sp. z o.o.), Thomas Spangler (Geschäftsführer Produktion der Brose-Gruppe), Ingo Fleischer (Sprecher der Geschäftsführung der Sitech Sitztechnik GmbH) und Andreas Jagl (Geschäftsführer Interieur der Brose-Gruppe).
Brose und Sitech entwickeln künftig gemeinsam Innenraumkomponenten. Im Bild sitzend, von links: Ulrich Schrickel (Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose-Gruppe), Michael Stoschek (Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose-Gruppe), Herbert Diess (Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG) und Thomas Schmall (Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Technik, CEO der Volkswagen Group Components). Stehend, von links: Tomasz Lewandowski (Vorstandsvorsitzender Sitech Sp. z o.o.), Thomas Spangler (Geschäftsführer Produktion der Brose-Gruppe), Ingo Fleischer (Sprecher der Geschäftsführung der Sitech Sitztechnik GmbH) und Andreas Jagl (Geschäftsführer Interieur der Brose-Gruppe).
(Bild: Brose)

Brose zur beteiligt sich Hälfte an der Volkswagen-Tochtergesellschaft Sitech. In dem geplanten Joint Venture wollen die Unternehmen Komplettsitze, Sitzstrukturen und -komponenten und Innenraumkonzepte entwickeln. Brose und Volkswagen werden jeweils 50 Prozent am Unternehmen halten. Brose übernimmt die industrielle Führung und konsolidiert das Joint Venture bilanztechnisch.

Zwar sind vor allem Geschäfte mit Volkswagen geplant; künftig will das Unternehmen aber auch „ein signifikanter Anteil des Umsatzes mit Fahrzeugherstellern erzielen, die nicht zu Volkswagen gehören“.

Sitech erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro, erwirtschaftet von mehr als 5.200 Mitarbeitern. Das Geschäftsvolumen des Joint Ventures soll sich bis 2030 auf 2,8 Milliarden Euro verdoppeln. Die Belegschaft soll auf etwa 7.000 Mitarbeiter wachsen.

Stammsitz bleibt in Polen

Die Dachgesellschaft des neuen Unternehmens behält ihren Stammsitz im polnischen Polkowice. Neben bestehenden Entwicklungs- und Fertigungsstandorten in Osteuropa, Deutschland und China soll das Unternehmen zunehmend auch in Europa, Amerika und Asien aktiv sein.

Im paritätisch besetzten Vorstand stellt Brose den Vorstandsvorsitzenden und den Entwicklungsvorstand. Volkswagen stellt den kaufmännischen Vorstand und wird das Produktionsressort besetzen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen und weiterer üblicher Vollzugsbedingungen und soll bis Jahresende abgeschlossen sein.

Wer sind die Partner?

Brose hat als Anbieter von Sitzstrukturen System-Know-how und langjährige Expertise bei manuellen und elektrischen Verstell- und Komfortkomponenten. Zudem vernetzt der Automobilzulieferer seine mechatronischen Produkte mittels Software und Sensorik.

Sitech hat umfangreiche Kompetenzen in der Entwicklung, Montage und Logistik von Komplettsitzen und Metallstrukturen.

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