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Elektromobilität BYD D1: VW will chinesischen ID3-Klon prüfen

Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Jens Scheiner

BYD baut mit dem D1 ein Elektroauto, das voll auf den Einsatz bei Fahrdiensten ausgelegt sein soll. Mit Didi Chuxing steht auch direkt der passende Abnehmer für den chinesischen Markt bereit. Ein perfektes Gesamtpaket, sollte man meinen. Doch das Design des Autos sorgt für Ärger.

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Der D1 von BYD und Didi Chuxing ähnelt dem VW ID 3.
Der D1 von BYD und Didi Chuxing ähnelt dem VW ID 3.
(Bild: Didi Chuxing)

Anfang der Woche haben der chinesische Autobauer BYD und der Mobilitätsanbieter Didi Chuxing in Peking gemeinsam ein neues Elektroauto enthüllt. Eigentlich eine unspektakuläre Geschichte, wäre da nicht das Design des „D1“. Denn das erinnert nicht erst auf den zweiten Blick doch sehr an den VW ID 3.

Chinesischen Herstellern wird immer wieder vorgeworfen, schamlos bei westlicher Konkurrenz zu kopieren. Auch bei Volkswagen fasst man den chinesischen ID 3 nun offenbar definitiv nicht als Kompliment für die eigenen Designkünste auf: Die Wolfsburger kündigten gegenüber dem „Handelsblatt“ an, die Angelegenheit zu prüfen.

Das vermeintliche Original: der VW ID 3.
Das vermeintliche Original: der VW ID 3.
(Bild: Volkswagen)

Doch auch abseits der Posse ist das Modell durchaus interessant. Laut BYD und Didi ist der D1 voll auf den Einsatz bei Fahrdiensten ausgelegt. So gibt es beispielsweise Schiebetüren, die Fahrgästen den Einstieg hinten erleichtern sollen.

D1 kommt mit kobaltfreier Batterie

Im kommenden Jahr will BYD mit der Produktion beginnen und peilt eine Kapazität von 100.000 Fahrzeugen an. Mit Didi hat man dafür einen prädestinierten Abnehmer: Seit dem Rückzug von Uber aus China ist der Anbieter dort praktisch konkurrenzlos unterwegs.

Auch technisch gibt es beim D1 manches spannende Detail. So verspricht BYD eine komplett kobaltfreie Batterie, die mit bis zu 50 kWh Kapazität bis zu 418 Kilometer Reichweite ermöglichen soll. Die Leistung liegt bei 136 PS, maximal fährt das Auto 130 Stundenkilometer schnell.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«