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Kohlenstoffdioxid CO2-Emissionen: Die falsche Bilanz

Elektroautos sind umweltfreundlich, Verbrenner eine Klimasünde, Hybride gerade noch okay, Diesel? – Geht gar nicht, Wasserstoffautos? – Benötigt die Elektrolyse nicht zu viel Strom? Eine konkrete Aussage, wie „grün“ ein Fahrzeug ist, kann nur die sogenannte Lebenszyklusanalyse treffen. Sie zeigt: Für die CO2-neutrale Mobilität von morgen gibt es nicht die eine Lösung.

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Welche Emissionen erzeugt ein Fahrzeug über sein gesamtes Leben? Wirklich nachweisen kann das nur eine Lebenszyklusanalyse.
Welche Emissionen erzeugt ein Fahrzeug über sein gesamtes Leben? Wirklich nachweisen kann das nur eine Lebenszyklusanalyse.
(Bild: ©zphoto83; ©JEGAS RA-stock.adobe.com)

Die Möglichkeiten, ein Automobil anzutreiben, waren noch nie so vielfältig wie heute – leider trifft das aber auch auf die Vorbehalte gegenüber der einen oder anderen Form des Antriebs zu. Möglichst wenig, am liebsten gar keine CO2-Emissionen soll die Mobilität verursachen. So haben es sich Politik und Autoindustrie auf ihre To-do-Listen geschrieben.

Dabei geht es inzwischen nicht mehr nur um die „Tank-to-Wheel“-Betrachtung, also die Effizienz des Fahrzeugs bei dessen Nutzung. Die ist natürlich wichtig – aber nur die halbe Wahrheit. „Den Betrieb eines Elektroautos stuft der Gesetzgeber als CO2-frei ein – lässt dabei aber die Produktion und das Recycling sowie die Abfallverwertung außen vor,“ sagt Marc Sens, Fachbereichsleiter Vorentwicklung Antrieb beim Engineering-Dienstleister IAV. Die haben es aber gerade bei Elektrofahrzeugen in sich, Stichwort: Lithium-Abbau und – noch entscheidender – der Bedarf für Rohmaterialien wie Nickel, Kobalt, Mangan und Aluminium.

Über den Autor

 Thomas Günnel

Thomas Günnel

Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE