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Konnektivität Daimler beteiligt sich an Datenplattform

| Redakteur: Sven Prawitz

Mehrere Unternehmen – darunter Daimler und Here – wollen eine gemeinsame Datenplattform schaffen. Diese soll branchenübergreifend Nutzerkonten anbieten und dem Endkunden so eine vereinfachte Anmeldung bei den beteiligten Onlineportalen bieten.

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Europäische Unternehmen wollen eine gemeinsame Registrierungsplattform gründen, um den Zugang zu Apps und Kundenportalen zu vereinfachen.
Europäische Unternehmen wollen eine gemeinsame Registrierungsplattform gründen, um den Zugang zu Apps und Kundenportalen zu vereinfachen.
(Bild: Daimler AG)

Mehrere deutsche und europäische Unternehmen beabsichtigen eine gemeinsame, branchenübergreifende Registrierungs-, Identitäts- und Datenplattform zu schaffen. Ziel ist es, die Registrierungsvorgänge für Kunden im Internet zu vereinfachen und sicher zu gestalten. Zu der Initiative gehören zunächst die Unternehmen Allianz, Axel Springer, Daimler und Deutsche Bank mit Postbank sowie der Technologie-Thinktank Core und der Kartendienstanbieter Here – weitere beispielsweise aus E-Commerce, Luftfahrt und Telekommunikation sollen kurzfristig folgen. Die Details der Zusammenarbeit sowie der Starttermin des Angebots sollen in den kommenden Wochen erarbeitet werden. Laut einer Pressemitteilung von Daimler versteht sich die Kooperation als wettbewerbsfähige, europäische Antwort auf die internationale Plattformwirtschaft. Die Initiative stehe im Austausch mit der Politik – das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie begrüße das Vorhaben, so Daimler. Die Umsetzung des Projekts steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Mehr Komfort und Sicherheit

Kern des geplanten einheitlichen Zugangs für Online-Angebote soll ein sogenannter Generalschlüssel sein. Diesen können Kunden dann branchenübergreifend verwenden, um sich im Internet zu registrieren und zu identifizieren. Die Plattform soll den Nutzern mehr Komfort und Sicherheit bieten, außerdem höchste Standards bei Datensicherheit und Datenschutz gewährleisten. Die Plattform berücksichtigt bereits das reformierte EU-Datenschutzrecht und die „eIDAS“-Verordnung, die die Vertrauensdienste der Online-Ausweisfunktion reguliert. Zudem soll die Plattform offen konzipiert und kompatibel zu laufenden Vorhaben des Bundes, der Länder und der Kommunen sein, etwa den Bürgerportalen. In einer späteren Ausbaustufe sind zusätzliche Funktionen wie ein digitaler Behördenzugang – E-Government – denkbar, ebenso die Entwicklung digitaler Zahlungs- und Finanzdienstleistungen. Anstatt auf vereinzelte Integrationslösungen zu setzen, wollen die Initiatoren eine gemeinsame Infrastruktur nutzen.

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