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Elektromobilität

Daimler Trucks: elektrisch und automatisiert

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Daimler Trucks bündelt sein Know-how für E-Antriebe in einem neuen Bereich. Außerdem gibt es zwei neue Elektro-Trucks und ein F&E-Zentrum für automatisierte Lkws.

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Daimler Trucks rückt weiter in Richtung Elektromobilität – unter anderem mit zwei vollelektrischen Lkws und einem neuen Konzernbereich für E-Antriebe.
Daimler Trucks rückt weiter in Richtung Elektromobilität – unter anderem mit zwei vollelektrischen Lkws und einem neuen Konzernbereich für E-Antriebe.
(Bild: Daimler)

Daimler Trucks rückt weiter in Richtung Elektromobilität. Die E-Mobility Group (EMG) ist der neue Bereich, in dem der Hersteller sein Wissen für elektrische Antriebe in Nutzfahrzeugen von nun an bündeln will. Diese Einheit soll künftig marken- und spartenübergreifend die Strategie für Elektro-Komponenten und komplette E-Fahrzeuge definieren. Weiterhin wird EMG – analog zur globalen Plattformstrategie konventioneller Aggregate und Antriebskomponenten – eine weltweit einheitliche Architektur erarbeiten.

Die Mitarbeiter werden funktionsübergreifend an Standorten im weltweiten Netzwerk des Unternehmens arbeiten, unter anderem in Portland, USA, Stuttgart, Deutschland und Kawasaki, Japan. Das erklärte Ziel: wirtschaftliche Elektromobilität für Kunden und Hersteller. An der Spitze von EMG steht ab dem 1. Juli Gesa Reimelt, derzeit Leiterin Produktprojekte Powertrain & eDrive bei Mercedes-Benz Pkw.

Zwei neue Trucks: eCascadia und Freightliner eM2

Der Nutzfahrzeughersteller hat außerdem in Portland, Oregon, zwei vollelektrische Lkw seiner US-Tochter Freightliner vorgestellt. Der Freightliner E-Cascadia ist ein schwerer Elektro-Lkw für den Fernverkehr (>15 t zulässiges Gesamtgewicht), der Freightliner eM2 106 deckt als vollelektrische Variante das mittelschwere Segment (9 bis 12 t zGG) ab. Daimler Trucks North America will nach eigenen Angaben im Laufe des Jahres eine „Innovationsflotte“ von rund 30 Elektro-Lkws an erste Kunden in den USA ausliefern. Wie schon beim vollelektrischen Leicht-Lkw Fuso E-Canter und dem mittelschweren Mercedes-Benz E-Actros will der Hersteller mit den Kunden weitere Erkenntnisse gewinnen, wie sich Elektro-Lkw im Transportalltag möglichst effizient einsetzen lassen.

F&E zum automatisierten Fahren

Ebenfalls in Portland gründet der Nutzfahrzeughersteller ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für das automatisierte Fahren. Die Mitarbeiter hier entwickeln Systeme für automatisiertes Fahren bei Daimler Trucks & Buses weiter. Dabei geht es um alle Aspekte rund um die Entwicklung, Erprobung und Validierung von automatisierten Fahrzeugen. Der Standort soll eng mit bereits bestehenden Entwicklungsstandorten für automatisiertes Fahren in Stuttgart und Indien zusammenarbeiten.

Daimler Trucks investiert halbe Milliarde Euro

Daimler Trucks will in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt mehr als 2,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Davon fließen mehr als 500 Millionen Euro in Elektromobilität, Konnektivität und automatisierte Nutzfahrzeugtechnologie. Darin inbegriffen sind die Investitionen in das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum für automatisiertes Fahren in Portland.

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