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Elektromobilität Daimler und BMW wollen E-Autos induktiv laden

| Redakteur: Andreas Wehner

Die beiden Automobilhersteller entwickeln gemeinsam eine Technologie zum induktiven Laden von Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen. Das System soll „mittelfristig“ in Serie gehen.

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Daimler und BMW haben sich nach eigenen Aussagen auf den Einsatz einer einheitlichen Technologie zum induktiven Laden von Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen verständigt. Das System soll „mittelfristig“ serienreif sein.
Daimler und BMW haben sich nach eigenen Aussagen auf den Einsatz einer einheitlichen Technologie zum induktiven Laden von Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen verständigt. Das System soll „mittelfristig“ serienreif sein.
(Foto: BMW)

Daimler und BMW entwickeln gemeinsam kabellose Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Die beiden Automobilhersteller hätten sich auf den Einsatz einer einheitlichen Technologie zum induktiven Laden von Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen verständigt, teilten BMW und Daimler am Dienstag (8. Juli) mit. Ziel sei es, das System „mittelfristig“ zur Serienreife zu bringen. Es besteht aus zwei Komponenten: einer Sekundärspule im Fahrzeugboden sowie einer Bodenplatte mit integrierter Primärspule, die unterhalb des Autos – zum Beispiel auf dem Garagenboden – platziert wird. Die elektrische Energie wird über ein zwischen den Spulen erzeugtes magnetisches Wechselfeld berührungslos übertragen.

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Unter drei Stunden Ladedauer

Die Ladeleistung beträgt 3,6 kW. Damit soll es nach Angaben von BMW möglich sein, die Hochvoltbatterien vieler Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge in weniger als drei Stunden vollständig zu laden. Beim BMW i8 betrage die Ladezeit mit dem bereits funktionstüchtigen Prototypen einer induktiven Ladestation weniger als zwei Stunden, heißt es. Um die größeren Speicherkapazitäten von Hochvoltbatterien für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu berücksichtigen, umfasse der künftige Technologie-Standard auch die Möglichkeit zur Erhöhung der Ladeleistung auf sieben Kilowatt. Damit könne zum Beispiel auch der Energiespeicher des BMW i3 über Nacht vollständig geladen werden, so der Automobilhersteller.

Einfacher als per Kabel

Für den Fahrer soll das induktive Laden deutlich komfortabler sein als das Energietanken per Kabel. Sobald sein Fahrzeug in der korrekten Position über der Primärspule abgestellt ist, kann er den Ladevorgang per Knopfdruck über das bordeigene Bediensystem starten. Mittels Datenübertragung per W-Lan-Verbindung zwischen der Ladestation und dem Fahrzeug unterstützt das System den Fahrer beim korrekten Parken. Der Fahrer soll den Ladevorgang auch per Smartphone aktivieren und beobachten können.

Der Betrieb der induktiven Ladeeinrichtung könne witterungsunabhängig erfolgen. Sämtliche elektrisch leitenden Komponenten seien geschützt, sodass die Primärspule auch im Freien installiert werden könne, heißt es in der Mitteilung von BMW. Der Zwischenraum zwischen Primär- und Sekundärspulen wird permanent überwacht. Wenn das System einen Fremdkörper feststellt, wird der Ladevorgang abgebrochen. Daimler kündigte an, die Technologie mit einer Testflotte des neuen S 500 Plug-in-Hybrid zu erproben.

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