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Elektromobilität Daimler und CATL rücken bei Batterien enger aneinander

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Der Stuttgarter Autohersteller bindet sich mit einer Technologiepartnerschaft noch enger an den führenden Batteriezellhersteller CATL. Daimler verweist dabei auch auf eine CO2-neutrale Wertschöpfung.

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Markus Schäfer, verantwortlich für Daimlers Konzernforschung und COO von Mercedes-Benz Cars (links), und CATL-Chef Robin Zeng arbeiten enger bei Batterietechnologie zusammen.
Markus Schäfer, verantwortlich für Daimlers Konzernforschung und COO von Mercedes-Benz Cars (links), und CATL-Chef Robin Zeng arbeiten enger bei Batterietechnologie zusammen.
(Bild: Daimler)

Die Daimler-Kernmarke Mercedes-Benz und der chinesische Batteriehersteller CATL wollen künftig gemeinsam Technologien für Batterien entwickeln. Das verkündeten die Partner am Mittwoch (5. August). Die Partnerschaft soll die Elektrifizierungsstrategie des Stuttgarter Automobilherstellers vorantreiben. Der Fokus liege dabei auf der Nachhaltigkeit: Die Batteriezellen soll CATL dafür dank erneuerbarer Energien CO2-neutral herstellen. Die Zellen sollen aus dem neuen Werk in Thüringen kommen, das CATL gerade hochzieht. So könne Mercedes-Benz den Lokalisierungsgrad in der Beschaffung weiter erhöhen, heißt es in einer Mitteilung.

Die Entwicklungsvereinbarung zwischen den beiden Konzernen umfasse demnach „die gesamte Palette an Batterietechnologien, von Zellen über Module für Mercedes-Benz Pkw bis hin zu Komplettbatterien für Mercedes-Benz Vans“ in „zukunftsträchtigen innovativen Technologiekonfigurationen“. Dazu gehöre für einzelne Projekte auch ein spezielles Design von CATL, „Cell-to-Pack“ genannt. Dabei entfallen Module und die Zellen werden direkt in die Batterie integriert. Die Zellen sollen unter anderem im Flaggschiff EQS zum Einsatz kommen, das nächstes Jahr auf den Markt kommt.

Mit der Kooperation will Daimler auch kürze Entwicklungszyklen erreichen, höhere Reichweite durch eine höhere Energiedichte und schnelleres Stromtanken.

Große Abhängigkeit der deutschen OEMs von CATL

Das chinesische Unternehmen gilt als führender Lieferant von Batteriezellen, neben Daimler kauft auch beispielsweise BMW bei CATL die Zellen für E-Antriebe ein. „Mit der Integration innovativer Batteriesysteme entwickeln wir Fahrzeuge im Luxussegment, die sich durch ihre Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit auszeichnen. Durch die Zusammenarbeit mit CATL beschleunigen wir unsere Transformation zur CO2-Neutralität“, sagte Markus Schäfer, verantwortlich für Daimlers Konzernforschung und COO von Mercedes-Benz Cars.

Erst kürzlich hatte Daimler eine weitreichende Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Farasis verkündet. Die Lastwagensparte des Konzerns arbeitet ebenfalls schon eng mit CATL zusammen.

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