Elektronik Devops: Updates für die Automobilindustrie

Autor / Redakteur: Prashant Kelker / Christian Otto

Google, Apple & Co. erobern in der Autobranche Marktanteile mit Connected-Car-Anwendungen, auch wegen ihrer schnellen und flexibleren IT-Entwicklung. Die OEMs wollen nachziehen – zum Beispiel mit „Devops“, Development & Operations.

Google, Apple & Co. erobern in der Autobranche Marktanteile mit Connected-Car-Anwendungen. Die OEMs wollen nachziehen – zum Beispiel mit „Devops“, Development & Operations.
Google, Apple & Co. erobern in der Autobranche Marktanteile mit Connected-Car-Anwendungen. Die OEMs wollen nachziehen – zum Beispiel mit „Devops“, Development & Operations.
(Bild: Audi)

Das Kürzel „Devops“ steht für Development & Operations und erweitert den Ansatz der agilen Softwareentwicklung um den Betrieb. Agil bedeutet hier: weniger Bürokratie und Regeln sowie sich wiederholende Prozesse. Das brachte schon eine schnellere, flexiblere und kundenorientiertere Softwareentwicklung. Doch ihre eigentliche Bewährungsprobe bestehen auch die agil entwickelten Softwareprodukte erst, wenn sie in Produktion gehen und der Markt über ihre Akzeptanz entscheidet. Wenn dieses Feedback allerdings nur zwei- oder dreimal im Jahr erfolgt, ist die während der Entwicklung gewonnene Geschwindigkeit und Kundennähe schon wieder dahin. Aus dieser Erkenntnis folgte der Devops-Ansatz, der neben der Entwicklung auch den Betrieb „agilisiert“.

Bei Automobilherstellern und Zulieferern ist es üblich, dass es pro Jahr nur wenige, dafür aber umfangreiche Software-Releases gibt. Devops zielt auf die radikale Verkürzung dieser Zyklen: etwa ein Update jeden Tag. Kommt eine Funktion am Markt nicht an, kann sie am Folgetag wieder abgeschaltet werden. Umgekehrt lassen sich Produktideen Schritt für Schritt erweitern, wenn sie bei den Anwendern auf Begeisterung stoßen: Von der Idee in die Produktion kann dies innerhalb von 24 Stunden gehen, durchaus auch mehrmals täglich. Vorbilder für ein solches Vorgehen sind die IT-Riesen Google und Apple.