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Karriere Diese Berufe liegen im Trend

| Autor: Jens Scheiner

Die Arbeitswelt verändert sich so schnell wie selten zuvor: Digitalisierung, Technologiewandel und Co. lassen ganze Berufsbilder verschwinden, schaffen aber gleichzeitig neue. Über die Jobs der Zukunft.

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CSR-Manager, Data Scientists und Scrum-Manager sind nur einige Berufsbezeichnungen, die künftig die Arbeitswelt prägen werden.
CSR-Manager, Data Scientists und Scrum-Manager sind nur einige Berufsbezeichnungen, die künftig die Arbeitswelt prägen werden.
(Bild: Volkswagen)

Welche Jobs werden in Zukunft besonders wichtig für unsere Gesellschaft? Und in welchen Berufen herrscht hohe Knappheit an Fachkräften? Diesen Fragen ist das Vergleichsportal Gehalt.de nachgegangen und hat einige Trendberufe definiert.

Gefragter denn je sind demnach IT-Berater und Softwareentwickler. Seit Jahren schon sind sehr viele Stellen für IT-Experten unbesetzt und die Nachfrage nach Entwicklern nimmt stetig zu. Grund dafür ist die Digitalisierung sämtlicher Branchen und mit ihr das nötige Wissen in Sachen IT. Wer sich heute für ein Studium der Informatik einschreibt und es erfolgreich beendet, muss sich laut Gehalt.de um spätere Beruf- und Karrierechancen keine Sorgen machen. IT-Berater verdienen rund 75.200 Euro und Entwickler im Backendbereich kommen auf 61.600 Euro.

Positives Image durch Nachhaltigkeit

Der klassische Ingenieur wird auch in Zukunft seiner Arbeit nachgehen, nur werden sich einige Tätigkeitsfelder ändern: Verbrennungsmotoren werden zwar noch eine Weile Bestand haben, doch der Trend geht in Richtung Elektromobilität. So hat Audi jüngst bekannt gegeben, dass „bis zu 2.000 neue Expertenstellen in Bereichen wie Elektromobilität und Digitalisierung“ geschaffen werden sollen.

Volkswagen denkt mit der ID-Familie die Elektromobilität extrem in die Breite – und geht optimistisch von hohen Volumina aus. Darüber hinaus plant Tesla ein Werk in Brandenburg zu eröffnen. Das bedeutet, dass künftige viele Jobs rund um Elektrofahrzeuge geschaffen werden. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind demnach sehr gut. Ingenieure der Elektrotechnik verdienen rund 60.500 Euro im Jahr.

Daneben gewinnt die Corporate Social Responsibility (CSR) immer mehr an Bedeutung. CSR-Manager erarbeiten Konzepte und Maßnahmen. Sie vereinen ökologische, soziale und ökonomische Bereiche des Unternehmens. Beispiele für CSR-Maßnahmen sind das Etablieren von Umweltstandards in Unternehmen, Spendenaktionen und die Beteiligung an sozialen Initiativen. Interessierte können sich in diesem Bereich fortbilden oder aber mittlerweile an einigen Universitäten ein entsprechendes Masterstudium belegen. Das Einkommen beträgt derzeit rund 45.100 Euro.

Data Scientists und Artists: Durchblick im Datendschungel

Unternehmen sammeln permanent Daten und damit sind nicht nur Facebook oder Google gemeint. Fast überall werden Informationen über sämtliche Aktivitäten gescannt, abgespeichert, ausgewertet, nach unterschiedlichen Parametern betrachtet, statistisch aufbereitet und für die Optimierung genutzt. Data Scientists befassen sich mit mathematischen Modellen, statistischen Verfahren und der Datenhaltung und Datenmodellierung.

Data Artists kommen wiederum zum Einsatz, wenn es darum geht, Informationen zu visualisieren. Das können einfache Charts und Präsentationen für das Management oder aber komplexe interaktive Grafiken sein. Sie sind eine Schnittstelle zwischen den Abteilungen für Grafik und Business Intelligence. In beiden Berufen wird der Ruf nach Experten immer lauter. Data Scientists verdienen rund 58.600 Euro und Artists kommen auf 48.400 Euro.

Daneben ist der sogenannte „Scrum Master“ gefragt wie nie, wenn es um agiles Arbeiten in Unternehmen geht: Scrum ist ein Modell aus dem agilen Projektmanagement und soll dabei helfen, Ideen möglichst störungsfrei in hochwertige Produkte umzusetzen. Der Scrum Master ist dafür zuständig, dass die Regeln dieses Modells eingehalten und damit die reibungslose Umsetzung innerhalb des Entwickler- und Produktteams garantiert werden. Er nimmt die Rolle eines Beobachters und Moderators ein, überwacht Prozesse und führt das Team situativ. Scrum Master müssen zwar nicht selber programmieren, doch IT-Kenntnisse sind von großem Vorteil. Die Kompetenz zum Scrum Master lässt sich über eine Zusatzqualifikation mit Zertifikat erwerben. Scrum Master verdienen rund 56.100 Euro.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE