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E-Auto-Konzept FEV Sven: Smarter als Smart

| Autor/ Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Maximiliane Reichhardt

Vor rund 20 Jahren trat die Marke Smart an, mit einem extrem kleinen Auto urbane Mobilität zu revolutionieren. „Sven“ will diesen Ansatz mit vielen Innovationen garniert in die Neuzeit übertragen.

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Auch dank Schiebetüren soll sich der Sven besonders für den Einsatz im engen Stadtverkehr eignen.
Auch dank Schiebetüren soll sich der Sven besonders für den Einsatz im engen Stadtverkehr eignen.
(Bild: FEV)

Neben Luxus- und Sportwagen ist der Genfer Autosalon oft auch Bühne für neue, alternative Fahrzeugprojekte. Wie etwa das kleine Elektroautokonzept Sven, das die unter anderem als Motorenentwickler bekannte deutsche Firma FEV noch bis 17. März auf der Automesse präsentiert.

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Platz für drei Personen

Der kleine Stromer zeichne sich durch eine Reihe Clever-Lösungen für den urbanen Carsharing-Einsatz aus. Dazu gehöre unter anderem die kompakte Bauweise. Der kastige Kleinwagen mit Schiebetüren sei nur 2,50 Meter kurz, was exakt der Länge der ersten Smart-Generation entspricht. Dank der knappen Karosserie sollen sich zwei quer stehende Sven auf einem typischen Pkw-Parkplatz abstellen lassen. Mit 1,75 Metern sei das Minimobil allerdings um 25 Zentimeter breiter als der Ur-Smart. Dadurch soll innen auf einer größeren Sitzbank Platz für drei Personen sein. Und auch im Hinblick auf Gepäck biete der Sven mehr Nutzwert als der klassische Zweisitzer-Smart: Dank der nach vorn klappbaren Lehne der beiden Beifahrersitze lasse sich der 210 Liter große Kofferraum auf 580 Liter erweitern.

Stromversorgung unabhängig von einer Ladeinfrastruktur

Angetrieben werde der 850 Kilogramm leichte Sven von einem 24 kW/33 PS starken E-Motor, der seinen Strom aus einer 20-kWh-Batterie bezieht. Laut FEV erlaubt die Antriebstechnik eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und eine Reichweite von 140 Kilometern (WLTP). Dank einiger im Dach integrierter Solarzellen könne der Kleinstwagen seine Batterie auch unabhängig von einer Ladeinfrastruktur mit Strom versorgen. Um einen potenziellen Nutzer vor der Anmietung eines leergefahrenen Sven zu bewahren, soll dieser mit einer Projektion auf der Straße den aktuellen Ladestand seiner Batterie anzeigen.

Persönliches Profil

Ein Carsharing-Kunde kann laut FEV auch ein persönliches Profil hinterlegen. Im Augenblick der Anmietung kenne Sven dann zum Beispiel die Lieblingsmusik, die gewünschte Innenraum-Temperatur oder etwa die Fahrersitzeinstellungen des neuen Fahrgastes. Im Innenraum soll den Fahrer zudem ein einfaches und intuitives, auf acht Schalter und Knöpfe reduziertes Bedienkonzept empfangen.

2021 auf der Straße

Sven eignet sich laut FEV außerdem durch einfache Wartung, Reinigung und geringe Betriebskosten in besonderer Weise für den Einsatz als Carsharing-Fahrzeug. Zudem sei der Kleinwagen mit Kamera- und Radarsystemen gerüstet, die zusammen mit intelligenter Steuerungs- und Erkennungssoftware künftig auch die Voraussetzungen für automatisiertes Fahren in der Stadt bieten sollen. Ins Rollen bringen soll Sven das E-Mobility-Startup „share2drive“, das 2015 als Spin-Off der FH Aachen gegründet wurde. Das Auto sei das Kernprodukt des Unternehmens, das Sven im dritten Quartal 2021 auf die Straße bringen will.

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