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Werkstoffe E-Mobilität lässt Gussbedarf wachsen

| Redakteur: Sven Prawitz

Die Gießereibetriebe blicken erwartungsvoll in die Zukunft. Vor allem die Hybridtechnik bei Fahrzeugen lässt laut einer vom Verband in Auftrag gegebenen Studie den Bedarf an gegossenen Bauteilen wachsen.

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Die E-Mobilität ist für Franken Guss ein wichtiges Geschäftsfeld. Für ZF gießt das Unternehmen beispielsweise Statorträger.
Die E-Mobilität ist für Franken Guss ein wichtiges Geschäftsfeld. Für ZF gießt das Unternehmen beispielsweise Statorträger.
(Bild: Stefan Bausewein)

Alternativen Antriebskonzepte wie Hybrid- und Elektro-Antriebe bieten der Gießereibranche bis zum Jahr 2030 eine im Vergleich zum klassischen Verbrennungsmotor steigende Gussmenge. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie initiierten Studie. Grund ist demnach vor allem die prognostizierte starke Zunahme der als Brückentechnologie wirkenden Hybrid-Fahrzeuge, die sowohl einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor benötigen. Selbst bereinigt um den Effekt der weltweiten Zulassungssteigerungen könnte erst 2030 der Peak in der Gussnachfrage erreicht sein. Laut Studie wird diese Spitze auch dann erreicht, wenn zu diesem Zeitpunkt elektrisch angetriebene Fahrzeuge die Zulassungszahlungen deutlicher prägen.

Wachsende Komplexität sorgt für steigende Nachfrage

Weitere Kernaussagen der Studie: Für mittlere und schwere Lkws werden der Verbrennungsmotor und die dazugehörigen Gussteile den Markt bis 2040 auch weiterhin dominieren, während für leichte Nutzfahrzeuge (bis 3,5 t) und für Busse eine Umstellung auf Elektromobilität von 50 bzw. 60 Prozent zu erwarten ist. Im Bereich Pkw versprechen sowohl der Antriebsstrang hinsichtlich wachsender Komplexität als auch Strukturbauteile bzgl. Mengen und Komplexität eine steigende Nachfrage für Gießereiprodukte.

Die Studie „Einfluss der Elektromobilität auf die Gießerei-Industrie und ihre Produkte“ wurde von Lothar Kallien, Hochschule Aalen, und Christian Wilhelm, Foundry Consulting & Solutions, auf der Großen Gießereitechnischen Tagung der österreichischen, schweizerischen und deutschen Gießereiverbände am 26. und 27. April 2018 in Salzburg vorgestellt. Mitautor der Studie war Volkan Görgün vom Automobilentwickler AVL GmbH in Stuttgart.

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