Wirtschaft Ebm-Papst steigert Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr

Von Thomas Günnel

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Ebm-Papst hat das vergangene Geschäftsjahr mit mehr Umsatz abgeschlossen. Der Bereich Automotive wuchs moderat. Die geplanten Investitionen in diesem Geschäftsjahr fließen überwiegend ins Ausland.

Die Unternehmensgruppe Ebm-Papst hat das Geschäftsjahr 2021/22 mit höheren Umsatzerlösen abgeschlossen.
Die Unternehmensgruppe Ebm-Papst hat das Geschäftsjahr 2021/22 mit höheren Umsatzerlösen abgeschlossen.
(Bild: Philipp Reinhard/Ebm-Papst )

Die Ebm-Papst-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2021/22 Ende März mit knapp zehn Prozent höherem Umsatz abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben beträgt der Erlös 2,288 Milliarden Euro; im Vorjahr waren es 2,082 Milliarden Euro. Die Anzahl der Beschäftigten wuchs um 283 auf insgesamt 14.778 Mitarbeitende weltweit. In den Geschäftsfeldern Automotive und industrielle Antriebstechnik wuchs der Umsatz nur leicht um 3,8 Prozent auf 338,6 Millionen Euro; im Vorjahr waren es 326,1 Millionen Euro.

Für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2022/23 plant das Unternehmen nach eigenen Angaben ein moderates Umsatzwachstum. „Eine verlässliche Umsatzprognose lässt sich aufgrund der aktuellen weltpolitischen und wirtschaftlichen Situation derzeit nicht treffen“, teilte Ebm-Papst mit. Rund 130 Millionen Euro will der Zulieferer für Forschung- und Entwicklung investieren; vor allem die Ressourceneffizienz des Produktportfolios sei ein wichtiges Ziel.

Geschäftsbereich Automobil mit leichtem Umsatzplus

Das Tochterunternehmen Ebm-Papst St. Georgen mit den Marktsegmenten Automobil, Antriebstechnik und Kompaktlüfter erreichte einen Umsatz von 504,2 Millionen Euro; im Vorjahr waren es 477,2 Millionen Euro. An den Standorten in St. Georgen, Herbolzheim und Lauf bei Nürnberg beschäftigt das Unternehmen zum Ende des Geschäftsjahres 1.579 Mitarbeitende, im Vorjahr waren es 1.679.

Zum Stichtag am 31. März 2022 beschäftigte das Familienunternehmen weltweit 14.778 Mitarbeitende, im Jahr zuvor 14.495. In Deutschland sank die Belegschaft geringfügig von 6.665 auf 6.578, im Ausland stieg sie von 7.830 auf 8.200.

In China und den USA will die Unternehmensgruppe ihre Kapazitäten erweitern, hier sollen vor allem Antriebs- und Ventilatorsysteme entstehen. Zusätzlich entstehen neue Forschungs- und Entwicklungsgebäude und Labore am Firmensitz im baden-württembergischen Mulfingen. In Summe will Ebm-Papst 155 Millionen Euro investieren, vor allem, um in Asien, Europa und Nordamerika vor Ort produzieren zu können.

Dazu zählt ein Werksneubau am zweiten US-amerikanischen Unternehmensstandort in Telford. Er soll in der zweiten Jahreshälfte eröffnet werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbaustufe im chinesischen Xi‘an will das Unternehmen seine innerstädtischen Standorte in Shanghai zu einem zusammenführen.

Zentrum für Elektronikentwicklung im Bau

In Deutschland hat Ebm-Papst in drei neue Technologiegebäude am Standort in Mulfingen investiert. Der Betriebsmittelbau und das Qualifizierungs- und Erprobungszentrum sind fertig. Das neue Zentrum für die Elektronikentwicklung befindet sich laut Unternehmen im Bau und soll im Frühjahr 2023 von rund 50 Fachkräften bezogen werden. Von der Nettoinvestition von 155 Millionen Euro werden im laufenden Jahr 64,5 Millionen Euro auf Investitionen im Inland entfallen.

Auf der Pressekonferenz gab das Unternehmen außerdem bekannt, sich von seinem Russland-Geschäft zu trennen. Zwei Gesellschaften mit 50 Beschäftigten würden an das lokale Management verkauft. Hintergrund seien die Sanktionen, die das Weiterführen der Aktivitäten nicht zuließen.

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