Insolvenz Eisenwerk Erzgebirge sucht Geldgeber

Autor: Jens Rehberg

Anfang Juli hatte die traditionsreiche Gießerei einen Insolvenzantrag gestellt. Jetzt sucht der Insolvenzverwalter nach Investoren – und muss den Noch-Eigentümer zur Kooperation bewegen.

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Ein Gebäude der ehemaligen ES-Automobilguss in Schönheide.
Ein Gebäude der ehemaligen ES-Automobilguss in Schönheide.
(Bild: picture alliance / dpa | Hendrik Schmidt)

Das Amtsgericht Chemnitz hat Anfang August das Insolvenzverfahren bei der Eisenwerk Erzgebirge 1566 GmbH in Schönheide eröffnet. Laut einer aktuellen Pressemitteilung der Anwaltskanzlei Schultze & Braun will ihr vom Gericht bestellter Insolvenzverwalter Dirk Herzig „trotz schwieriger Ausgangslage den Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten“. Der Anwalt sucht jetzt nach potenziellen Investoren.

„Die Ausgangssituation ist weiterhin schwierig, nachdem bislang jedwede Unterstützung von den Eigentümern des Unternehmens, die zur Prevent-Gruppe gehören, ausgeblieben ist“, wird Herzig in der Mitteilung zitiert. Ob es kurzfristig weitergehen kann, hänge nun vor allem von den Kunden ab.

Kündigungen hat der Insolvenzverwalter bislang nicht ausgesprochen. „Unsere Planungen zeigen, dass mit zusätzlichem Personal sehr schnell der Turnaround geschafft werden kann, denn die Kunden sind grundsätzlich bereit, für eine höhere Auslastung zu sorgen“, so der Jurist weiter. Der Erfolg werde sich jedoch erst zeitversetzt einstellen. Daher müssten zunächst die kommenden Wochen überstanden werden.

Zusätzlich hat der Insolvenzverwalter einen Interimsmanager der Beratungsgesellschaft Sycon an Bord genommen, um die Produktionsabläufe effizienter zu gestalten. Damit sollen die Kostenstrukturen des Eisenwerks verbessert und das Unternehmen für eine Übernahme attraktiver gemacht werden.

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