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Audi Elektrischer Lader verhindert Turboloch

| Autor / Redakteur: ampnet/Maximilian Keretlow / Thomas Günnel

Audi führt einen alten Gedanken zur Serienreife: den Turbolader, der bei Bedarf elektrisch unterstützt wird. Ein A6-Prototyp mit elektrischem Biturbo macht Lust auf Serienmodelle.

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Mit dem elektrisch angetriebenen Turbolader will Audi die Nachteile des Abgasturboladers maskieren. Während der Abgbaslader eine gewisse Motordrehzahl benötigt um zu arbeiten, lässt sich der elektrische Lader unabhängig von der Motordrehzahl ansteuern.
Mit dem elektrisch angetriebenen Turbolader will Audi die Nachteile des Abgasturboladers maskieren. Während der Abgbaslader eine gewisse Motordrehzahl benötigt um zu arbeiten, lässt sich der elektrische Lader unabhängig von der Motordrehzahl ansteuern.
(Audi)

Alle reden vom Elektroauto. Audi auch: Hybridmodelle gibt es bereits, der R18 E-Tron Quattro gewann überlegen die 24 Stunden von Le Mans. Der in Kleinserie gebaute rein elektrische R8 E-Tron (280 kW/381 PS) stellte jüngst auf dem Nürburgring einen Rekord für Elektrosportwagen auf. Im Jahr 2014 wird der A3 E-Tron als Plug-in-Hybrid erwartet. Dessen ungeachtet glaubt man auch bei Audi, dass der Verbrennungsmotor noch für lange Zeit die wichtigste Antriebsquelle im Auto sein wird. Die Verbesserungen, an denen allenthalben gearbeitet wird, sind bekannt. Audi konzentriert sich über sie hinaus auf ein kleines Bauteil.

Es hat auf Leistung und Drehmoment, auf den Verbrauch und vor allem auf das vom Fahrer subjektiv empfundene Temperament entscheidenden Einfluss: der Tubolader.

Der Abgasturbolader

In ihm dreht sich eine von Abgasen angetriebene Turbine. Sie treibt ein zweites Turbinenrad an, das Luft in den Motor drückt. Er wird auf diese Weise mit mehr Luft versorgt als er selbst ansaugen könnte. In diese zusätzliche Luft wird mehr Benzin oder Diesel eingespritzt: Leistung und Drehmoment steigen. Bezogen auf den Hubraum haben die TDI-Motoren im VW-Konzern seit 1989 über 100 Prozent an Leistung gewonnen und 70 Prozent an Drehmoment. Gleichzeitig sank die Schadstoffemission um 95 Prozent.

Dieser Turbolader „lebt“ also von den Auspuffgasen des Motors. So lange davon bei niedrigen Drehzahlen nur wenig anfallen, kommt auch die Turbine nicht in Schwung. Gibt der Fahrer Gas, so dauert es einige Zehntelsekunden, bis der Motor mehr Auspuffgase erzeugt. Erst sie lassen die Turbine an Drehzahl gewinnen, dann erst setzt der Ladeeffekt ein. Diese Zeitspanne ist gemeinhin als „Turbo-Loch“ bekannt.

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