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Wirtschaft Elring Klinger: Hohe Verluste aber positive Signale

| Autor: Jens Scheiner

Im zweiten Quartal schrieb der Zulieferer aus Dettingen an der Erms rote Zahlen. Das Unternehmen vermeldete aber auch positive Nachrichten.

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Im zweiten Quartal fuhr der Zulieferer aus Dettingen an der Erms ein Verlust von 35,5 Millionen Euro ein.
Im zweiten Quartal fuhr der Zulieferer aus Dettingen an der Erms ein Verlust von 35,5 Millionen Euro ein.
(Bild: Elring Klinger)

Der Automobilzulieferer Elring Klinger hat im zweiten Quartal 2020 tiefrote Zahlen geschrieben: Der Umsatz brach um 42 Prozent ein – unter dem Strich bleibt ein Verlust von über 35 Millionen Euro.

Dabei waren die einzelnen Regionen unterschiedlich stark betroffen: Während der Umsatz in der Region Asien/Pazifik im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent sank, waren die Erlöse in Deutschland wie auch dem übrigen Europa mit -35 Prozent bzw. -49 Prozent deutlich rückläufiger. Am heftigsten traf es Nordamerika, hier brach der Umsatz um mehr als die Hälfte (-54 Prozent) ein.

„Trotz der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind unsere Halbjahreszahlen vergleichsweise robust. Das liegt auch an den Maßnahmen im Konzern, mit denen wir schnell auf die globale Ausbreitung reagiert haben, und am guten ersten Quartal,“ sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Wolf. Hier hatte der Konzern trotz der Corona-Folgen in Asien und der abflauenden Konjunktur in Europa ein EBIT von 16 Millionen Euro erzielt.

Bessere Umsatzentwicklung als im Branchenschnitt erwartet

Laut Wolf habe der Zulieferer einen positiven operativen Cashflow erzielt und die Nettoverschuldung reduziert – um gut 15 Millionen Euro auf nunmehr 580 Millionen Euro. Verantwortlich dafür ist dem Unternehmen zufolge, unter anderem das Effizienzsteigerungsprogramm, das bereits im Jahr 2019 implementiert wurde. Auch in den nordamerikanischen Werken habe das Unternehmen die Kosten deutlich reduzieren können. Wolf erwartet, bei der Umsatzentwicklung auch am Jahresende über der allgemeinen Marktentwicklung zu liegen

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 Jens Scheiner

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE