Branche im Umbruch Engineering-Dienstleister stehen am Scheideweg

Ein Gastbeitrag von Klaus Kremers und Daniel Suter 3 min Lesedauer

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Ein struktureller Umbruch verändert die Engineering-Branche. Eine Studie von Bain & Company gibt Hinweise, wie sich der Wandel gestalten lässt und sich Dienstleister zugleich auf Wachstumsfelder ausrichten.

Der Entwicklungsaufwand in der Automobilbranche steigt. Dennoch sind die Hersteller zurückhaltend bei der Vergabe an Dienstleister.(Bild:  Jonas Rattel)
Der Entwicklungsaufwand in der Automobilbranche steigt. Dennoch sind die Hersteller zurückhaltend bei der Vergabe an Dienstleister.
(Bild: Jonas Rattel)

Technik wird zum Kern nahezu jedes Geschäftsmodells – von vernetzten Fahrzeugen über intelligente Produktionssysteme bis zu von Künstlicher Intelligenz (KI) gestützten Industrieanwendungen. Gleichzeitig führen geopolitische Verschiebungen, neue Anforderungen an Resilienz und Datensouveränität sowie eine stärkere Rolle des Staates bei Investitionen und Regulierung zu einer Neuordnung globaler Wertschöpfungsketten. Hinzu kommen beschleunigte demografische Veränderungen, Fachkräftemangel und die Anforderungen der Energiewende. Auch Engineering-Dienstleister geraten dadurch unter Anpassungsdruck. Doch zugleich eröffnet dieser Wandel auch neue Wachstumsfelder.

Exemplarisch dafür steht der Einsatz von KI, die zunehmend Teile der Engineering-Arbeit selbst automatisiert. Routineaufgaben wie technische Dokumentation, Code-Erstellung, Softwaretests oder Standardentwicklung übernehmen immer öfter intelligente Systeme. Nach Bain-Schätzungen könnten dadurch zehn bis 20 Prozent des heutigen Auftragsvolumens entfallen oder verstärktem Preisdruck ausgesetzt sein – vorwiegend in der Softwareentwicklung, aber verstärkt auch in anderen Domänen. Parallel dazu verändert sich das Kundenverhalten grundlegend. Verlangt werden messbare Resultate, Ergebnisverantwortung und Risikobeteiligung.