Wirtschaft

Entwicklungszentrum: Opel einigt sich mit Betriebsrat

| Autor: Sven Prawitz

Der Weg zur Übernahme von Teilen des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums durch Segula Technologies scheint frei zu sein. Zumindest konnte sich Opel mit der Belegschaft einigen – der OEM wird 2.000 Stellen abbauen und die Mitarbeiter können selbst Entscheiden, ob sie zu Segula wechseln wollen.

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Teile des Entwicklungszentrum von Opel in Rüsselsheim sollen an Segula Technologies gehen.
Teile des Entwicklungszentrum von Opel in Rüsselsheim sollen an Segula Technologies gehen.
(Bild: Opel)

Wie der Automobilhersteller Opel mitteilt, haben die Geschäftsführung und der Betriebsrat eine Übereinkunft erzielt, mit der die Überkapazitäten im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum abgebaut werden. Die Einigung beinhaltet die Wiederaufnahme des Freiwilligenprogramms „PACE!“ für Beschäftigte des Entwicklungszentrums – inklusive eines erweiterten Vorruhestands- und Altersteilzeitangebots für die Jahrgänge bis 1963. Gleichzeitig bestätigen Opel und Segula Technologies ihre Partnerschaft im Bereich Forschung und Entwicklung in Rüsselsheim und Dudenhofen. Nach Informationen der Presseagentur DPA soll der Verkauf der Einrichtungen diesen Sommer abgeschlossen werden.

Wie ein Sprecher von Opel auf Nachfrage bestätigt, wird das Auswahlverfahren für die 2.000 Stellen wie geplant durchgeführt. Nach der nun erzielten Vereinbarung haben die betroffenen Mitarbeiter die Wahl, zu Segula zu wechseln oder eines der Angebote aus dem Programm zum freiwilligen Stellenabbau anzunehmen.

Segula plant Engineering-Campus

Seit Sommer vergangenen Jahres führen Opel und Segula bereits Gespräche über eine Übernahme des Entwicklungszentrums. Der französische Entwicklungsdienstleister möchte bis zu 2.000 Mitarbeiter und Teile der Ausrüstung übernehmen. Im Gespräch mit »Automobil Industrie« sagte Martin Lange vor einigen Wochen, Segula wolle in Rüsselsheim einen europäischen Engineering-Campus aufbauen, der die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt – von der Gesamtfahrzeugentwicklung und -prüfung bis hin zur Antriebsstrangentwicklung und -prüfung. „Wir haben die Geschäftsprozesse als solche vorbereitet und uns in den letzten Monaten intensiv mit dem Markt und dem Geschäftsfeld befasst. In Deutschland wird der Markt für Ingenieurdienstleistungen von jetzt vier Milliarden Euro auf sechs Milliarden Euro im Jahr 2023 wachsen“, so der gelernte Maschinenbau-Ingenieur.

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Technikjournalist