Benteler „Es ist nicht einfacher, ein E-Auto zu bauen“

Autor: Svenja Gelowicz

Der Autozulieferer Benteler hat früh auf Elektromobilität gesetzt. Bereichsleiter Marco Kollmeier spricht über das Gemeinschaftsprojekt Rolling Chassis, weitere Derivate und warum Schnelligkeit entscheidend ist.

Marco Kollmeier ist Vice President Business Unit E-Mobility bei Benteler Automotive.
Marco Kollmeier ist Vice President Business Unit E-Mobility bei Benteler Automotive.
(Bild: Benteler)

Herr Kollmeier, vor einigen Jahren haben Sie erstmals auf einer Messe bekanntgegeben, eine E-Auto-Plattform zu entwickeln. Welche Rückmeldungen haben Sie von klassischen OEM-Kunden dazu bekommen?

Wir haben mit der Plattform sicher den ein oder anderen überrascht. Und das Interesse an der Plattform ist weiterhin groß. Bekannte Automobilhersteller kommen zu Drive-Events mit dem Chassis und testen es aus. Genauso wie neue Player im Markt. Als Tier-1-Zulieferer muss man sich manchmal neu erfinden, um mit Kunden stärker ins Gespräch zu kommen. Kunden erwarten, dass wir uns entwickeln. Die Plattform ist eine Möglichkeit zu zeigen, was wir können.

Ja, wir sind mit Partnern in der Lage, ganze People Mover zu bauen.

Welche Unternehmen bauen Modelle auf dem Rolling Chassis auf?

Sowohl die traditionellen Automotive-Kunden wie auch Start-ups oder andere neue Mitspieler. Große OEM haben eigene Plattformen, aber für Nischenmodelle passen die oft nicht, da können sie auf unser Produkt zurückgreifen. Gerade von chinesischen oder amerikanischen Unternehmen ist das Interesse groß. Unsere Plattformen sind keine Ergebnisse von Kundenprojekten, wir haben selbst in diese Innovation investiert und sind jetzt startklar, um mit den Kunden Fahrzeuge aufzusetzen. So kommen diese schneller auf den Markt und beschleunigen ihr Geschäft.

Über den Autor

 Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Redakteurin im Ressort Management