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Neue Modelle Fahrbericht: Kia Ceed 1,6 CRDI: Der Allrounder

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Der Kia Ceed steht im Wettbewerb zu Opel Astra, Ford Focus oder Peugeot 308. Wir testeten die Diesel-Kombiversion als 1,6 Liter CRDI mit 128 PS.

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Der Kia Ceed 1,6 CRDI besitzt im Modelljahr 2015 einen 128 PS starken Turbodiesel, der mit ausreichenden Fahrleistungen ideal für Pendler ist.
Der Kia Ceed 1,6 CRDI besitzt im Modelljahr 2015 einen 128 PS starken Turbodiesel, der mit ausreichenden Fahrleistungen ideal für Pendler ist.
(Foto: Wolfgang Sievernich)

Die koreanische Marke Kia hat in den letzten Jahren zusammen mit Hyundai einen ähnlichen Erfolg in Deutschland verbuchen können, wie die japanischen Automobilhersteller Toyota oder Nissan in den 1990er Jahren. Insbesondere das Kompaktmodell Ceed spielt dabei im Wettbewerb zu Opel Astra, Ford Focus oder Peugeot 308 eine wichtige Rolle im Kampf um Kunden. Wir testeten die Kombivariante SW (steht für Station Wagon) mit 1,6 Liter Turbodiesel und 128 PS des Modelljahres 2015.

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Starke Front, unauffälliges Heck

Der Ceed gefällt mit einem schwunghaften Design, das seine asiatische Herkunft nicht verbergen will. Auffällig sind die schrägen Frontscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und Xenon-Abblendlicht, die einen kleinen Kühlergrill in ihrer Mitte begrenzen. Schwunghaft auch die Seitenlinie, die bei einem gefälligen, aber austauschbaren Heckdesign endet. Im Innenraum fällt der asiatische Bezug stärker auf. Kunststoff und Klavierlackoptik sollen ein wenig Eleganz versprühen, lässt aber in Wertigkeit vermissen. Die Mittelkonsole wird von einem Display mit Infotainmentsystem dominiert. Letzteres aber ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit - Farbe, Design und Bedienung sind am europäischen Geschmack vorbei entwickelt worden. Das Navigationssystem lässt sich leicht bedienen und gefällt durch gute verständliche Sprachansagen. Das Multifunktionslenkrad liegt gut in der Hand, wirkt aber mit einer Vielzahl an Schaltern etwas überladen und durch die verwendeten eingebetteten Kunststoffe weniger hochwertig. Das Sitzgestühl lässt auch Platz für großgewachsene Redakteure, lässt aber atmungsaktive Stoffe vermissen, was insbesondere im Sommer auf langen Autobahnetappen auffällt. Dennoch sitzt es sich angenehm und unverkrampft.

Variabler Kofferraum

Der Innenraum ist klassentypisch und für kleine Familien mit Nachwuchs geeignet. Die verwendeten Kunststoffe und Kunstleder sind gut verarbeitet, lassen aber an hochwertiger Haptik vermissen, wie es der angepeilte Wettbewerber aus Wolfsburg vorgibt. Interessant beim gut zugänglichen Kofferraum ist ein optional variables Schienensystem, mit dem sich kleines wie großes Gepäck besser am Platz halten lässt. Dennoch fehlen Ablagen für den kleinen Einkauf, wie für Getränkeflaschen oder den täglichen Bedarf. Die Rundumsicht geht in Ordnung und kann zusätzlich noch mit einer Heckkamera und Parksensoren ausgebaut werden.

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