Produktion Fahrzeuglackierung: „Künftig geht es um neue Materialien“

Autor / Redakteur: Tina Rumpelt / Thomas Günnel

Zwei Farben in einem Durchlauf – das ist Audis jüngstes Vorzeigeprojekt in der Ingolstädter Lackiererei. Deren Leiter Carsten Mohr und Werkstoffentwickler Thomas Heußer geben Einblicke in die Zukunft der Autolackierung.

Carsten Mohr (l.) leitet die Ingolstädter Lackiererei bei Audi, Thomas Heußer ist Technologie- und Werkstoffentwickler.
Carsten Mohr (l.) leitet die Ingolstädter Lackiererei bei Audi, Thomas Heußer ist Technologie- und Werkstoffentwickler.
(Bild: Audi)

Herr Mohr, Herr Heußer, das oversprayfreie Lackieren, kurz OFLA, läuft bei Audi seit gut einem Jahr in Serie. Was sind die „lessons learned“ seither?

Mohr: Wir beschäftigen uns seit über zwei Jahren unter Serienbedingungen mit dieser Technologie. In dieser Zeit haben wir uns einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung erarbeitet: die Prozessstabilität. Von hier aus arbeiten wir nun weiter.

Heußer: Entscheidend für die Prozessstabilität ist, dass wir fehlerfrei und hochpräzise eine Fläche beschichten, indem wir einzelne Bahnen applizieren. Das können wir heute. Eine wichtige Erkenntnis aus der Projektarbeit war der Einfluss der Randbedingungen, Zum Beispiel die Eigenschaften der ersten Basislackschicht, die prozessintegriert überlackiert wird. Um diese physikalischen Eigenschaften konstant und reproduzierbar darstellen zu können, mussten wir eine partielle Zwischentrocknung des Daches installieren.

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Freie Journalistin