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Fahrwerk Ford entwickelt elektronisches Stoßdämpfersystem

| Autor / Redakteur: Ampnet / Wolfgang Sievernich

Ford hat ein elektronisches Stoßdämpfersystem entwickelt. Um das Fahrwerk auf schlechten Straßen zu schonen, messen Sensoren fortwährend den Straßenzustand und passen die Dämpfer in der Höhe an.

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Ein elektronisch gelenktes Stoßdämpfersystem soll verhindern, dass das Fahrwerk bei schlechten Straßen Schaden nimmt.
Ein elektronisch gelenktes Stoßdämpfersystem soll verhindern, dass das Fahrwerk bei schlechten Straßen Schaden nimmt.
(Foto: Ford)

Ein von Ford neu entwickeltes elektronisch gelenktes Stoßdämpfersystem soll Schlaglöchern fortan den Schrecken nehmen. Im brandneuen US-Modell Ford Fusion V6 Sport, der in etwa dem in Europa angebotenen Ford Mondeo entspricht, soll ein Computer dafür sorgen, dass weder die Passagiere noch das Fahrwerk des Wagens samt seiner technischen Details vom schlechten Straßenzustand ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen werden. „Unser neuer Ford Fusion V6 Sport dämpft die brutalen Stöße durch Schlaglöcher entscheidend“, erklärt Entwicklungs-Ingenieur Jason Michener. „Die Technik sorgt dafür, Löcher in der Straße rechtzeitig zu erkennen und das Rad fest zu halten, damit es keine Chance hat hinein zu fallen. Es schwebt sozusagen darüber.“

Bordcomputer analysiert Signale

Damit das reibungslos funktioniert, analysiert ein Bordcomputer die Signale, die er fortlaufend von zwölf hochauflösenden Sensoren bekommt. Mit Hilfe dieser Informationen bereitet er die Stoßdämpfer alle zwei Millisekunden auf die beste Reaktion gegenüber den jeweiligen Straßenverhältnissen vor. Ermitteln die Sensoren den Rand eines Schlaglochs, sorgt der Computer in einer Zeit kleiner eines Wimpernschlags dafür, dass das Rad oben bleibt, nicht ins Loch fällt und auf der anderen Seite weich landet. Gleichzeitig erhält der hintere Stoßdämpfer den Auftrag, sich im entscheidenden Augenblick genauso zu verhalten.

Premiere in den USA

„Wir haben dieses System samt Software immer wieder getestet und sind dabei über unzählige Schlaglöcher gefahren“, sagt Michener. „Das hat nicht immer Spaß gemacht, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Zur Demonstration füllte das Test-Team ein ansehnliches Schlagloch mit fünf Tischtennisbällen und fuhr in forschem Tempo darüber. Das Auto hob brav erst das vordere, dann das hintere Bein, den Bällen passierte nichts. Bei anderen Versuchen mit einem Fahrzeug der Konkurrenz waren sie platt. Der Fusion V6 Sport ist der erste Ford, der mit einem computergesteuerten Stoßdämpfersystem und kontinuierlich geregelter Dämpfung als Standard ausgerüstet ab Sommer in den USA erhältlich ist. Bis dahin dürften viele vom harten Winter in den USA verursachten Löcher in den Straßen allerdings repariert sein. Doch der nächste Winter kommt bestimmt. Spätestens dann muss sich die neue Technik bewähren. In Europa wird das System bereits in den Modellen S-MAX, Galaxy und Mondeo angeboten.

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