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Industrie 4.0 Ford setzt kollaborierende Roboter ein

| Redakteur: Christian Otto

In der Fiesta-Fertigung in Köln unterstützen nun intelligente Leichtbauroboter die Mitarbeiter. Sie werden in der Stoßdämpfer-Montage eingesetzt und machen aufgrund einer neuen Sensorik auch bisherige Schutzmaßnahmen unnötig.

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In Köln werden die Mitarbeiter nun kollaborierend von Robotern unterstützt.
In Köln werden die Mitarbeiter nun kollaborierend von Robotern unterstützt.
(Bild: Ford)

Das Kölner Ford-Werk nutzt ab sofort neue kollaborierende Leichtbauroboter. Sie sollen die Arbeit der Mitarbeiter erleichtern. Das neue System ist komplett in die Montagelinie der Ford Fiesta-Produktion eingebunden. Karl Anton, Director Vehicle Operations bei Ford Europa, betonte, dass es sich hier um ein Vorzeigeprojekt handelt: „Die Kölner Ford Fiesta-Produktion ist weltweit das erste Ford-Werk, das auf diese innovative Technologie setzt..“

Die Leichtbauroboter unterstützen die Mitarbeiter, die im Bereich der Stoßdämpfer-Montage arbeiten. Bisher mussten sie an ihrer Station Handgriffe über Kopf ausführen. „Schwierig dabei war nicht nur das Arbeiten über Kopf. Gleichzeitig hatten die Mitarbeiter auch ein luftbetriebenes Schraubwerkzeug und den Stoßdämpfer in der Hand, die durch ihr Gewicht noch zusätzlich belastet haben. Beides fällt durch das neue System nun weg und ist damit aus ergonomischer Sicht ein deutlicher Fortschritt für die Mitarbeiter“, erklärte René Zimmermann, Leiter Fabrikations- und Werktechnik der Ford-Werke GmbH in der Kölner Endmontage.

Keine Schutzgitter nötig

Die kollaborierenden Leichtbauroboter verfügen laut Ford über modernste Sensorik und keinerlei Kanten. Ein leichtes Berühren durch den Mitarbeiter soll genügen und der Roboterarm weicht zurück. Daher sei im Gegensatz zu bisherigen automatisierten Systemen weder ein Schutzgitter, noch zusätzliche Sicherheitsbekleidung notwendig.

Konkret läuft die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine wie folgt ab: Der Mitarbeiter an der Station platziert die Schrauben und den Stoßdämpfer im neuen System und gibt dem Roboter mittels Berührung einen Impuls. Anschließend weicht der Roboterarm zunächst ein wenig zurück und überprüft mit Hilfe einer eingebauten Kamera die Richtigkeit der Position des Stoßdämpfers. Befindet sich das nahende Fahrzeug an der richtigen Stelle, fährt der Roboter automatisch in Richtung des Radhauses der Karosserie. Dort kontrolliert der Mitarbeiter noch einmal die Position, geführt über einen Haltegriff am Roboter, und gibt das Signal zum Schrauben.

In beiden Produktionssystemen der Kölner Fahrzeugfertigung kommen die Helfer zum Einsatz. Insgesamt setzt Ford in der Endmontage damit vier Leichtbauroboter ein. Eine Erweiterung schließt Karl Anton nicht aus: „Aktuell prüfen wir weitere Möglichkeiten für einen Einsatz von kollaborierenden Systemen. Ausschlaggebend dabei ist jedoch, dass nicht nur die Effizienz, sondern auch Ergonomie und Arbeitsabläufe verbessert werden.“

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