Stereolithografie Ford-Werk druckt Prototypen mit großformatigem 3-D-Drucker

Redakteur: Katharina Juschkat

Ein Ford-Werk in Spanien setzt erstmals einen großformatigen 3-D-Drucker ein, um Prototypen und spezielle Teile direkt vor Ort zu drucken.

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Ford setzt als erster Automobilhersteller auf den großformatigen Form 3L – hier im direkten Vergleich mit dem Form 3, dem kleineren 3D-Drucker von Formlabs
Ford setzt als erster Automobilhersteller auf den großformatigen Form 3L – hier im direkten Vergleich mit dem Form 3, dem kleineren 3D-Drucker von Formlabs
(Bild: Formlabs)

Automobilhersteller Ford setzt in seinem spanischen Werk als erster Automobilhersteller den großformatigen 3-D-Drucker „Form 3L“ von Formlabs ein. Das Karosserie- und Montagewerk in Valencia stellt mit dem neuen Gerät spezielle Verschlüsse aus Kunststoff her. Mit den Verschlüssen wird in einem Vakuumtest überprüft, ob die Motoren dicht sind.

Vorteil der neuen Technik: Ford kann vor Ort neue Werkzeuge prototypisieren und spezifische Teile schneller und günstiger als bei der traditionellen Fertigung herstellen. „Für uns war es das erste Mal, dass wir den 3-D-Druck für diesen Zweck eingesetzt haben und wir sind zufrieden mit dem Ergebnis“, so Carlos Cambralla, Zuverlässigkeits- und Wartungsingenieur bei Ford in Valencia.

Produktinfo: Der „Form 3L“

Der Form 3L von Formlabs ist seit vergangenem Herbst auf dem Markt. Er hat ein Druckvolumen von 33,5 × 20 × 30 cm und kann in den Fertigungsprozess integriert werden. Der Drucker nutzt die Low Force Stereolithografie (LFS) und kann damit Prototypen und Anwendungsteile produzieren. Wahlweise können viele kleine oder ein großes Teil mit einem Druckvorgang hergestellt werden. Die Drucke selbst sind akkurat und wiederholbar, so der Hersteller.

Die Anwendung: Kunststoffkappen für einen Vakuumtest

Der Automobilhersteller benötigte spezielle Ventilkappen für eine Vorrichtung, die prüft, ob ein Motor dicht ist. Diese speziellen Kunststoffkappen werden in einem Vakuumtest am Motor verwendet. Sie müssen daher einerseits flexibel sein, um dicht abzuschließen und andererseits einen extrem niedrigen Druck während des Tests standhalten. Nachdem das Team die spezifischen Kunststoffkappen für dieses Werkzeug entworfen hatte, entwickelte es Prototypen, bevor schließlich die endgültigen Teile additive hergestellt wurden.

Da Ford nur etwa 1.000 dieser Kunststoffkappen benötigte, war der 3-D-Druck die beste Wahl. Bei einer vergleichsweise kleinen Charge dieser Teile war es außerdem günstiger, sie direkt vor Ort zu produzieren. Mit seinem großen Druckvolumen könne der „Form 3L“ viele dieser Ventilkappen in einem Druckauftrag herstellen.

Ford hat den SLA-3D-Druck außerdem genutzt, um kaputte Druckknöpfe von elektronischen Geräten zu reparieren. Mit dem transparenten Clear Resin wurden neue Druckknöpfe gedruckt, sodass die internen LEDs weiterhin sichtbar waren.

Verschiedene Anwendungen bei Ford:

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Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Mission Additive.

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