Foxconn Prettl verkauft SWH und verliert 80 Prozent seines Umsatzes

Von Sven Prawitz

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Der schwäbische Zulieferer verkauft sein Tochterunternehmen SWH an den chinesischen Foxconn-Konzern. Prettl verliert damit 80 Prozent seiner Mitarbeiter und seines Umsatzes.

Foxconn untermauert seine Ambitionen in der Autoindustrie: Der Elektronikkonzern übernimmt  ein Tochterunternehmen des Zulieferers Prettl.
Foxconn untermauert seine Ambitionen in der Autoindustrie: Der Elektronikkonzern übernimmt ein Tochterunternehmen des Zulieferers Prettl.
(Bild: Foxconn /Puddingworld / CC BY-SA 4.0)

Die Prettl Gruppe mit Sitz in Pfullingen (Baden-Württemberg) will sein Tochterunternehmen Prettl SWH an Foxconn Interconnect Technology (kurz FIT) verkaufen. Wie der Zulieferer mitteilt, werde SWH „als Tochtergesellschaft von FIT agieren und dabei ihre operative Unabhängigkeit und Unternehmenskultur beibehalten“. Auch bei den Führungskräften solle es keine Veränderungen geben.

SWH entwickelt und fertigt Sensoren, die dazu gehörenden Leitungen sowie Kabel und Leitungssätze. Wie N-TV berichtet, verliert Prettl mit dem Verkauf den personell und finanziell größten Anteil seiner Firmengruppe. Der familiengeführte Zulieferer erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 420 Millionen Euro. Laut Medienbericht entfallen davon 350 Millionen Euro auf Prettl SWH. Dort arbeiten etwa 8.000 Mitarbeiter; die Prettl Gruppe insgesamt beschäftigt 10.000 Menschen.

Das Familienunternehmen zieht sich damit nahezu vollständig aus der Automobilindustrie zurück. Prettl sehe seine Zukunft in den Märkten Bahn und Bus, Schwerlast, Landwirtschaft, Ladetechnik und neue Energie, heißt es in einer Mitteilung. Über die Rolle des Investors SWH International Holding am Verkauf von Prettl SWH kann lediglich spekuliert werden. Der Investor ist mit 49 Prozent am Zulieferer beteiligt und will seine Anteile ebenfalls an FIT veräußern.

Über Foxconn Interconnect Technology

FIT ist als Tochterunternehmen von Foxconn auf Verbindungstechnik für einen vielfältigen Anwendungsbereich spezialisiert. Zu den Absatzmärkten zählen unter anderem mobile und stationäre Computer, Kommunikationsinfrastruktur sowie die Automobil- und Medizintechnik. Für die Autoindustrie fertigt FIT beispielsweise Antennenkabel, Steckverbinder und Sockel für CPUs und Speichermodule.

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