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GKN stellt E-Antrieb mit Zweigang-Getriebe vor

| Redakteur: Sven Prawitz

Der Automobilzulieferer GKN Driveline hat eine E-Achse mit eigenem Elektromotor und einem Zweigang-Getriebe entwickelt. Dieses soll im Kraftschluss schalten und damit das Antriebsmoment erhöhen.

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Der Versuchsträger „GTD19“ auf Basis eines Jeep Renegade bei Wintertests in Nord-Schweden.
Der Versuchsträger „GTD19“ auf Basis eines Jeep Renegade bei Wintertests in Nord-Schweden.
(Bild: Dean Smith/GKN)

GKN Automotive hat eigenen Angaben zufolge das weltweit erste batteriebetriebene Elektrofahrzeug (BEV) mit Zweigang-Getriebe und Torque Vectoring vorgestellt. Der Prototyp auf Basis des Jeep Renegade wurde beim Wintertest im schwedischen Arjeplog getestet. Der Versuchsträger ist mit einem Zweigang-Getriebe ausgestattet, das Schalten im Kraftschluss erlauben soll – ähnlich wie bei gängigen Doppelkupplungs-Getriebe. Dadurch steige die Reichweite des Fahrzeugs und zugleich das Antriebsmoment beim Start. Außerdem sinken durch die koaxiale Bauart der E-Achse die Energieverluste, teilt der Automobilzulieferer mit. Zugleich besitzt der Antrieb die Fähigkeit zu Torque-Vectoring, also einer Momentenverteilung auf die einzelnen Räder einer Achse.

Im Entwicklungsfahrzeug ersetzt ein 120 Kilowatt starker Elektromotor den Verbrenner des Jeep Renegade. Er bietet laut GKN ein maximales Achsmoment von 3.500 Newtonmeter und ermöglicht bei Bedarf bis zu 2.000 Newtonmeter für jedes Vorderrad. Der vergleichsweise kompakte Antrieb ermögliche eine Integration in vorhandene Fahrzeugplattformen.

Steigender Umsatz mit Elektroantrieben

Wie der Automobilzulieferer mitteilt, stieg der Auftragsbestand bei Elektroantrieben um 40 Prozent. Ende 2017 betrug das Auftragsvolumen 2,3 Milliarden Euro und steht heute bei 3,45 Milliarden Euro.

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