Car-IT/Software Harman kauft Mixed-Reality-Know-how zu

Von Sven Prawitz

Der Automobilzulieferer kauft im Bereich Mixed-Reality-Technik zu. Die Mitarbeiter von Apostera werden Teil der Automotive-Division. Außerdem stellt Harman eine neue Edge-Computing-Plattform für Fahrzeuge vor.

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„MobiWAVE“ ist eine Hardware, die als On-Board-Unit Fahrzeuge vernetzt.
„MobiWAVE“ ist eine Hardware, die als On-Board-Unit Fahrzeuge vernetzt.
(Bild: Harman)

Harman hat Apostera übernommen. Der Spezialist für Augmented-Reality- (AR) und Mixed-Reality- (MR) Software mit Sitz in München soll den Zulieferer in eine Führungsposition, was das Design von AR/MR-Erlebnissen im Automobilbereich betrifft, bringen. Die Mitarbeiter von Apostera werden künftig Teil der Automotive-Division von Harman sein, teilt das Unternehmen mit.

Die Mixed-Reality-Technik von Apostera kombiniert Augmented Reality, maschinelles Lernen, Computer Vision und Sensorfusion in einer hardwareunabhängigen Software-Plattform. Diese soll mit dem Digital-Cockpit-Produktportfolio von Harman kombiniert werden.

Multi-Access-Edge-Compute-Softwareplattform

Die Übernahme gab Harman auf einer Hausmesse am eigenen Standort in Novi, Michigan (USA), bekannt. Dort wurde unter anderem eine Multi-Access-Edge-Compute-Softwareplattform vorgestellt. Automobilhersteller und Mobilfunknetzbetreiber bekommen mit dieser MEC-Plattform Anwendungen und Dienste mit extrem geringer Latenzzeit auf einer Edge-Computing-Infrastruktur bereitgestellt, heißt es in der Mitteilung.

Nach diesem Schema will Harman Fahrzeuge und ungeschützte Verkehrsteilnehmer vernetzen.
Nach diesem Schema will Harman Fahrzeuge und ungeschützte Verkehrsteilnehmer vernetzen.
(Bild: Harman)

Die niedrige Latenzzeit soll die Leistung von Vehicle-to-Everything-Kommunikation verbessern. Dazu gehören Sicherheitsanwendungen wie Gefahrenwarnungen, aber auch andere Anwendungen mit hohem Datenumsatz, wie interaktives Infotainment oder Videostreaming. Ziel der Plattform sei es zudem, eine einheitliche Basis zu schaffen, die es OEMs ermöglicht, schneller als bisher den Verbrauchern neue Funktionen zur Verfügung zu stellen. Laut Harman sind Funktionen wie Warnungen vor Geisterfahrern oder Wetterereignissen möglich. Das System könne in gefährlichen Situationen Warnmeldungen auch an Mobilfunkgeräte von Fußgängern senden.

Für diese Anwendungen hat Harman mit „StreetWAVE“ und „MobiWAVE“ entsprechende Hardware entwickelt.

Über Harman

Harman liegt mit knapp 4,6 Milliarden Euro (2020) auf Platz 52 unter den größten Automobilzulieferern der Welt. In der Top-100-Übersicht von »Automobil Industrie« fehlen dem Unternehmen noch gut 200 Millionen Euro, um auf Platz 50 vorzurücken.

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