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K 2019 Heraeus Noblelight: Infrarot-Strahler für automobile Bauteile

| Autor: Jens Scheiner

Heraeus Noblelight präsentiert auf der Messe „K“ in Düsseldorf im Oktober Infrarot-Strahler, die sich exakt an die Konturen von Airbag-Gehäusen, Lenkrädern oder Blenden anpassen lassen.

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Die Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight lassen sich exakt an die Konturen von Airbag-Gehäusen, Lenkrädern oder Blenden anpassen.
Die Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight lassen sich exakt an die Konturen von Airbag-Gehäusen, Lenkrädern oder Blenden anpassen.
(Bild: Heraeus Noblelight)

Beim Armaturenbrett, bei Infotainment-Blenden oder Zierelementen wird häufig eine Mischung aus Polycarbonat und ABS eingesetzt. Solche Bauteile entstehen im Spritzguss und werden anschließend veredelt. Polycarbonat ist oft transparent und erzeugt eine glänzende Oberfläche, seine Grate lassen sich aber nur schwer aufschmelzen.

Heraeus Noblelight zeigt auf der K in Düsseldorf Infrarot-Strahler, die sich exakt an die Konturen von Airbag-Gehäusen, Lenkrädern oder Blenden anpassen lassen. Dabei ist das Entstehen von scharfkantigen Graten, beispielsweise an der Werkzeugtrennebene, nicht immer zu verhindern. Vor allem bei kompliziert geformten Teilen kann die Entfernung der Grate vor der Weiterverarbeitung oder der Beschichtung eine echte Herausforderung sein.

Infrarot-Strahler aus Quarzglas können dem Verlauf von Kanten oder Graten nachgeformt werden und schmelzen so exakt nur den Grat ab, ohne dabei das eigentliche Werkstück zu beschädigen. Geformte Strahler richten Infrarot-Strahlung genau da hin, wo sie gebraucht wird. Möglich wird das durch Reflektoren, die als Beschichtung direkt auf den geformten Strahlern aufgebracht werden.

So wird ein aufwändiger Prozess automatisiert, mit reproduzierbarem Ergebnis.

Rudolf Lembke

Außerdem werden die Strahler nur dann eingeschaltet, wenn der Roboter ein Kunststoffteil aus dem Spritzguss entnommen und vor dem Strahler platziert hat. Wenn der Grat abgeschmolzen ist, wird der Strahler abgeschaltet und der Roboter transportiert das Teil zur weiteren Verarbeitung. Dadurch wird Energie effizient eingesetzt, Zeit gespart und letzten Endes sinken die Produktionskosten.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE