Batterietechnik „In der Welt von CASE wird die Reichweite kein Thema sein“

Autor / Redakteur: Gerald Scheffels / Lena Straßberger

Für Nobelpreisträger Prof. Akira Yoshino wird die Reichweite von E-Autos an Bedeutung verlieren. Wie sich die Batterietechnik weiterentwickeln wird, erklärt er im Interview.

„In der Welt von CASE wird die Reichweite kein Thema sein.“ Akira Yoshino
„In der Welt von CASE wird die Reichweite kein Thema sein.“ Akira Yoshino
(Bild: Asahi Kasei)

Herr Yoshino, Smartphones, Laptops und jetzt die Elektromobilität: LiCoO2-Batterien, an deren Entwicklung Sie maßgeblich beteiligt waren, waren in den vergangenen drei Jahrzehnten ein wichtiger Innovationstreiber. Zugleich sparen sie – weil sie wiederaufladbar sind – große Mengen an Ressourcen. Wie denken Sie heute über Ihre Innovation aus den Achtzigerjahren?

Zwischen 1980 und 1995 sind viele neue Technologien entstanden, die unsere heutige mobile Gesellschaft erst möglich gemacht haben. Dazu gehört auch die Lithium-Ionen-Batterie, die in der Tat einen ganz erheblichen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet hat. Das war auch einer der Gründe für die Verleihung des Nobelpreises 2019. 1995 war der Zeitpunkt erreicht, an dem sich die neuen Technologien aufeinander abstimmten – mit der Folge, dass sich schnell und weltweit die mobile IT-Gesellschaft formierte.

Diese Entwicklung hatte sich lange angedeutet. Dann beschleunigte sie sich und ihr Siegeszug war nicht mehr aufzuhalten. Im Rückblick sehen wir hier, wie solche Technologiesprünge erfolgen und wie sich die nachhaltige Gesellschaft wahrscheinlich künftig entwickeln wird.

Über den Autor