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Industrielle Digitalisierung: Das sind die Jobs der Zukunft

| Autor: Jens Scheiner

Die technologische Entwicklung verändert die Berufswelt wie noch nie. Laut einem Bericht der Universität Oxford verschwinden 47 Prozent der heutigen Arbeitsplätze in den nächsten 25 Jahren – gleichzeitig entstehen neue Berufsgruppen. Welche das sind, zeigen wir Ihnen hier.

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Neue Berufe wie Data Scientist, Data Engineer und Data Architect gewinnen in der Automobilbranche zunehmend an Bedeutung.
Neue Berufe wie Data Scientist, Data Engineer und Data Architect gewinnen in der Automobilbranche zunehmend an Bedeutung.
(Bild: VW)

Die Digitalisierung bestimmt das Tempo von Gegenwart und Zukunft und verlangt nach neuen Berufsbildern. Welche sind die relevantesten und gefragtesten?

Data Scientists sollen Dinge vorhersagen, bevor sie passieren. Dafür werten sie riesige Datenmengen aus. Mittlerweile sind die Prognosen so zuverlässig, dass sie für die Entscheidungsfindung einer Unternehmensführung unerlässlich sind. Allerdings ist nicht nur die Interpretation der Daten für Unternehmen essenziell. Um Daten effektiv zu sammeln, muss klar sein, wo sie zu finden und zu extrahieren sind. Data Architects und Data Engineers sind genau für diesen Zweck mit allen technischen Werkzeugen zum Sammeln, Übertragen und Speichern von Daten vertraut.

Dabei arbeitet der Data Scientist eng mit dem Business Translator zusammen. Dieser formuliert Fragen und übergibt sie an den Data Scientist – dessen Antworten und Erkenntnisse sollen das Unternehmen hinsichtlich Effizienz und Umsatz optimieren. Damit die unterschiedlichen Berufsgruppen effizient und harmonisch miteinander arbeiten und um dem ständigen Wandel gerecht zu werden, müssen Abteilungen in den Unternehmen flexibel und anpassungsfähig sein. Ein Agile Coach prüft, wie jede Gruppe funktioniert, und hilft beim Anpassen und Verbessern..

Entwicklungs- und Entscheidungskompetenzen gefragt

Experten für User Experience (UX) definieren, wie ein Benutzer mit einer Marke, einem Produkt oder einer Dienstleistung in Kontakt tritt. Für David Redondo, UX-Design Leader bei Seat, bedeutet das, „nicht nur wie Anwender zu denken, sondern sie auch in die Gestaltung und Entwicklung der für sie bestimmten Produkte und Dienstleistungen einzubeziehen.“ UX-Experten werden in den gesamten Prozess einbezogen – vom Design über das Fahrerlebnis bis hin zum Besuch des Händlers oder einer der Social-Media-Plattformen und After-Sales-Services.

Virtual Reality (VR) kommt industrieweit immer stärker zum Einsatz, um Design- und Fertigungsprozesse kreativer und innovativer zu gestalten. Entwickler für VR-Anwendungen spielen heute eine sehr wichtige Rolle beispielsweise in der Entwicklungsphase eines neuen Autos. Mit dem Einsatz von Virtual Reality lässt sich die Produktionszeit von Prototypen um bis zu 30 Prozent senken. Designer bewerten mit VR kreative und funktionale Aspekte eines Fahrzeugs und stellen so die Rentabilität eines Projekts in einem sehr frühen Stadium sicher.

Software-Entwickler sind nicht nur einfach Programmierer, sondern umfassend mit der Konzeption, Entwicklung und Implementierung von Softwaresystemen betraut. „Die Software eines Elektrofahrzeugs verfügt über 100 Millionen Zeilen Code. Wir werden auch in Zukunft viele Software-Entwickler brauchen, die in der Lage sind, sich quasi selbst neu zu erfinden“, sagt Seat-Vorstandsvorsitzender Luca de Meo.

Höhere Investitionen in Mitarbeiter

Die Digitalisierung hat dazu geführt, dass jedes Unternehmen – egal in welcher Branche – um genau die gleichen Berufsbilder konkurriert. Deshalb geht es nicht nur darum, Talente zu finden und einzustellen, sondern diese Talente auch zu halten. Seat hat eigenen Angaben zufolge im Jahr 2018 rund 23 Millionen Euro in die Ausbildung seiner Mitarbeiter investiert. Dieser Betrag soll in den kommenden Jahren weiter steigen.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE