Suchen

Leichtbau-Gipfel 2014 Innovationen zum Frühstück

| Redakteur: Christian Otto

Der Würzburger Leichtbaugipfel bot schon am heutigen Morgen für eine Runde von Branchenkennern einen interessanten Vorlauf. Sie folgten einer Einladung des Beratungsunternehmens PA Consulting, das anhand einer aktuellen Studie den Wert von Innovationen für Wachstum näher beleuchtete.

Firmen zum Thema

Thomas Brand von PA Consulting referierte im Rahmen des Businessfrühstücks über das Thema Innovationen.
Thomas Brand von PA Consulting referierte im Rahmen des Businessfrühstücks über das Thema Innovationen.
(Foto: Automobil Industrie/ Stefan Bausewein)

Noch vor dem eigentlichen Start des diesjährigen Leichtbaugipfels von »Automobil Industrie« luden die Berater von PA Consulting zu einem Business-Frühstück. Dort tauschten sich Branchenkenner aus und lauschten den Ausführungen von Thomas Brand, der eine Studie der Unternehmensberatung vorstellte. Die Untersuchung mit dem Titel „Innovationen für Wachstum“ wurde im November des letzten Jahres aufgesetzt und betraf neben der Automobilindustrie noch weitere drei Branchen. Insgesamt befragte PA Consulting 1.500 Unternehmen und erhielt von über 60 Firmen konkrete Antworten.

Bildergalerie

Der Antrieb für eine solche Studie bekam PA Consulting-Mitarbeiter Brand vor allem von außen: „Unsere Kunden haben uns signalisiert, dass das Thema auch für sie von hohem Interesse ist.“ So fokussierten sich die Studienverantwortlichen auf drei Hauptfragen: Erstens, welche Innovationsstrategien verfolgt werden. Zweitens, wie dabei die globale Aufstellung aussieht. Und drittens, welche Effizienzhebel genutzt werden.

Innovation durch Kollaboration

Diesen drei Betrachtungsfeldern ordneten die Berater noch spezifische Fragen zu. Die Auswertung der dabei zurückgespielten Antworten ergab interessante Ergebnisse. So fragte PA Consulting zum Thema Strategien nach, in welchen Branchen die Innovationstreiber zu finden sind. Ganz vorn lagen — weniger überraschend — die Hightechbranche, die Automobilindustrie sowie der Maschinenbau. Bei der Zielrichtung der Innovationsstrategien liegen die Verlängerung der existierenden Produkte und Märkte bei der Beantwortung vorn. „Innovationen sollen laut der Unternehmen vermehrt auf dieser Basis entstehen“, ergänzte Brand.

Die Quellen für die Innovationen sehen die befragten Firmen immer noch stark bei den Mitarbeitern in den Entwicklungsabteilungen verortet. Aber die Studie zeigt auch, dass die Öffnung nach außen zunimmt. So werden aus den Quellen nicht mehr nur die Ideen gezogen, sondern vielmehr konkrete Partnerschaften gesucht. Dementsprechend fiel auch die Frage nach zukünftigen Modellen der Zusammenarbeit aus: Die kollaborativen Formen werden zunehmen, während der Kauf externer Ideen abnehmen wird. Das gilt insbesondere für die Automobilindustrie.

China bleibt vorn

Beim Thema des Global Footprint stellte PA Consulting zuerst die Frage nach dem Warum einer internationalen Ausrichtung. Die führenden 25 Unternehmen gaben an, dadurch vor allem auch globales Know-how erhalten zu wollen. Dieses Teilergebnis hob auch Thomas Brand hervor: „German Engineering ist wichtig, aber der Blick ins Ausland auch.“ Der Kreis der kleineren Unternehmen, bestätigte mit dem Wunsch nach der Nähe zu den Märkten einen wesentlichen Antrieb für ein internationales Engagement.

Bei der Frage nach der Verteilung der Investitionen nannten die Firmen branchenübergreifend die neuen Märkte als Hauptziel. Die Automobilindustrie stärkt aber gleichzeitig weiterhin die Standorte am Heimatmarkt als Ausgangspunkt für Innovationen. Einig zeigen sich die Befragten in ihrer Einschätzung zum Land mit dem zukünftig höchsten Wachstumspotenzial. China bleibt dabei Maß aller Dinge.

Diskussion erwünscht

Das Thema Effizienzhebel wurde ebenfalls durch einen breiten Fragenkanon abgedeckt. Dieser bezog sich auf Engineering-Strategien, Fähigkeiten zur Effizienzsteigerung und Prozessen. Für die Automobilindustrie ergab sich im Ergebnis, dass sie vor allem bei Plattformstrategien, beruflicher Entwicklung und optimalen Herstellungstechnologien Akzente setzt.

Im Anschluss an den Vortrag von Herrn Brand entwickelte sich noch eine angeregte Diskussion, in der die fachkundigen Zuhörer auch ihre eigenen Eindrücke zur Umsetzung von Innovationen einbrachten. Gerade in Bezug auf den Leichtbau zeigte sich, dass das Vorantreiben innovativer Ideen und Materialien nicht immer ohne Hindernisse verläuft. Doch die Notwendigkeit neuer revolutionärer Ansätze müsse eben auch vor einem längeren Zeithorizont betrachtet werden. Dann ergebe sich auch ein deutlicher Mehrwert.

(ID:42589003)