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Top-Personalie Jaguar-Land-Rover-Chef Ralf Speth hört auf

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Jens Scheiner

Ralf Speth gibt sein Amt als Chef des britischen Autobauers im September 2020 mit dem Auslaufen seines Vertrags ab. Er bleibt dem Unternehmen aber verbunden. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

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Nach rund zehn Jahren an der Spitze von Jaguar Land Rover verlässt Ralf Speth Ende September den britischen Autobauer.
Nach rund zehn Jahren an der Spitze von Jaguar Land Rover verlässt Ralf Speth Ende September den britischen Autobauer.
(Bild: Jaguar Land Rover)

Ralf Speth gibt sein Amt als Chef des britischen Autobauers Jaguar Land Rover ab. Der Manager werde seinen im September 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, teilte das Unternehmen am Donnerstag (30. Januar) mit. Er soll Jaguar Land Rover aber als „non-executive Vice Chairman“ weiter beratend zur Verfügung stehen. Zudem werde er künftig im Aufsichtsrat des Mutterkonzerns Tata sitzen. Ein Komitee wird sich eigenen Angaben zufolge in den nächsten Monaten mit der Suche eines Nachfolgers befassen.

Speth leitet Jaguar Land Rover seit 2010. Zwei Jahre zuvor hatte Tata den damals kriselnden Autobauer übernommen. Unter Speths Führung legten die Verkäufe deutlich zu, Jaguar Land Rover verdiente einige Zeit gutes Geld. Zuletzt geriet das Unternehmen jedoch wieder in Schwierigkeiten: Schwache Verkäufe in China, die Dieselkrise, aber auch der bevorstehende Brexit setzten dem Automobilhersteller zu.

Schwierigkeiten auch in Deutschland

Im Geschäftsjahr 2018/2019 (Stichtag 31. März) musste Jaguar Land Rover einen Verlust von umgerechnet vier Milliarde Euro hinnehmen. Die weltweiten Verkäufe waren um 5,8 Prozent gesunken. Auch im laufenden Geschäftsjahr liegt der Absatz nach neun Monaten um 2,3 Prozent im Minus. Im Kalenderjahr 2019 lieferte das Unternehmen mit 558.000 Einheiten weltweit 5,9 Prozent weniger Autos aus als ein Jahr zuvor.

Auch in Deutschland ist die Lage für Jaguar Land Rover herausfordernd: 2019 gingen die Jaguar-Neuzulassungen um 8,4 Prozent zurück. Land Rover brachte ebenfalls 4,4 Prozent weniger Neuwagen auf die Straße als noch im Vorjahr.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«