Anbieter zum Thema
Zu geringe Nachfrage für Melkus
Melkus war der Wiederbelebungsversuch einer alten DDR-Sportwagenmarke. Mit dem RS2000 wollte Sepp Melkus, der Sohn des einstigen Begründers der Marke Melkus, den Ostalgie-Bonus nutzen und bot einen schicken Retro-Sportwagen an. Als Basis diente der Lotus Exige, der bei Melkus noch den speziellen Retro-Touch erhielt. 2010 ging die Produktion los, die Nachfrage nach dem 115.000 Euro teuren und bis zu 270 PS starken Sportwagen war allerdings gering. Letztlich wurden nur 18 Fahrzeuge verkauft. Ganz vorbei ist es mit Melkus aber nicht. Weiterhin kann man Neuaufbauten des Ur-Melkus kaufen. Außerdem arbeitet Sepp Melkus bei der Firma VSpeed am V77, einem Corvette-Umbau, weiter.
Wie bei Melkus handelt es sich auch bei der Marke Veritas um eine alte deutsche Sportwagenlegende, die wiederbelebt werden sollte. Mit dem RS III, einem flachen und offenen Hypercar mit reichlich PS und extremen Fahrleistungen, wollte man an längst vergangene, glorreiche Zeiten anknüpfen. Fahrfertige Prototypen gab es, die Serienproduktion wurde mehrfach angekündigt. Ob jedoch jemals ein Fahrzeug in Kundenhände gelangte, ist unbekannt. Seit 2014 ist es still um Veritas geworden.
Yes-Roadster auf Basis des Audi TT
Bereits 1999 stellte sich auf der IAA in Frankfurt die Sportwagenmanufaktur Yes mit einem Roadster auf Basis des Audi TT vor. Dieser bot eine eigenständige wie auch etwas eigenwillige Optik und zudem mehr Leistung als der TT. Einige wenige Fahrzeuge wurden wohl gebaut und ausgeliefert. 2009 kam dann allerdings die Pleite. 2010 wurde die Marke aufgekauft. Eine Zeit lang wurde vom neuen Yes-Eigner der Roadster zum Kauf angeboten. Mittlerweile gibt es die Internetseiten von Yes allerdings nicht mehr.
Wiesmann nun in englischer Hand
Der fraglos schillerndste Vertreter junger deutscher Automarken ist Wiesmann. Die bereits 1988 gegründete Sportwagenmanufaktur brachte 1993 das erste Serienmodell MF30 in den Markt. Der Retro-Roadster sorgte für Furore und fand sogar viele Abnehmer. Die Modellpalette wurde kontinuierlich ausgebaut und modernisiert. Bis ins Jahr 2013 sind immerhin 1.600 Sportwagen bei Wiesmann entstanden. Dann allerdings folgten Pleite, Sanierungsplan, Gläubiger-Hickhack und schließlich die Liquidation. Englische Investoren haben nun die Rechte. Angeblich soll Wiesmann schon bald wieder produzieren.
Schließlich gibt es noch die Firma E-Wolf, die eine Reihe elektrisch betriebener Transporter und sogar einige radikal schnelle Sportwagen gebaut beziehungsweise erdacht hat. Wirklich Fuß fassen konnte der in Frechen beheimatete Autobauer nie. 2016 wurde E-Wolf von der Solarwatt GmbH übernommen. Die Autosparte wird aber wohl nicht mehr fortgeführt.
(ID:44247794)