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Antrieb Källenius: „Lasst uns den Plug-in-Hybrid nicht kaputtreden“

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Svenja Gelowicz

Daimler-Chef Ola Källenius brach am Mittwoch eine Lanze für Plug-in-Hybride. Außerdem gab er Einblicke, wie es mit anderen Antriebsarten – etwa der Brennstoffzelle – bei den Schwaben weitergeht.

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Daimler-Chef Ola Källenius beim Ifa-Branchentreffen.
Daimler-Chef Ola Källenius beim Ifa-Branchentreffen.
(Bild: Viktoria Hahn/kfz-betrieb)

Daimler-Chef Ola Källenius hat sich am Mittwoch im Rahmen des Ifa-Branchengipfels in Nürtingen für die Plug-in-Hybrid-Technologie stark gemacht. Zumindest in dieser Dekade bleibe diese zur Reduktion von CO2 sehr wichtig. „Lasst uns den Plug-in-Hybrid nicht kaputtreden“, forderte der Manager mit Blick auf die zuletzt vermehrt aufgekommene Kritik von Umweltschützern an den PHEVs. Je größer die elektrische Reichweite bei diesen Fahrzeugen sei, desto mehr Sinn ergeben diese für Kunden, erklärte Källenius. Gerade für Verbraucher in Europa seien Plug-in-Hybride sehr attraktiv.

„Man darf diese Diskussion nicht religiös führen“

Für Daimler sind PHEVs wichtig, hat der Hersteller bei rein elektrischen Fahrzeugen bislang nur wenig zu bieten. Das will der Konzern nun angehen. „Ab jetzt fangen alle Architekturen bei Mercedes mit Elektro an. Erst dann folgen Verbrenner“, sagte der CEO. 2030 soll mindestens die Hälfte aller neuen Mercedes-Modelle elektrifiziert auf die Straße kommen.

Geringere Chancen räumen die Schwaben der Brennstoffzelle im Pkw-Bereich an. Entsprechende Versuche mit dem GLC F-Cell hatte Mercedes im Frühjahr 2020 eingestellt. Eine Hintertür ließ Ola Källenius aber offen. „Wir lehnen die Brennstoffzelle nicht kategorisch ab für Pkw“, erklärte er. Im Pkw-Bereich rechneten sich BEVs aber sehr viel schneller. „Auch der Aufbau Infrastruktur scheint bei Elektro in kürzerer Zeit zu funktionieren“, sagte Källenius.

Zudem sei der Wirkungsgrad reiner Elektroautos deutlich höher als bei Brennstoffzellenfahrzeugen. Das führe bei Letzteren zu Kostenproblemen. „Wir könnten Wasserstoff integrieren, wenn wir wollten. Man darf diese Diskussion nicht religiös führen, sondern muss technologieoffen bleiben“, schloss Källenius.

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