Leichtbau Karosseriekonzept für Elektrofahrzeuge

Autor / Redakteur: Thomas Jungbluth / Thomas Günnel

Prototypen entstehen im Automobilbau fast immer als Gemeinschaftsleistung. Dies war auch bei der Entwicklung der Leichtbaukarosserie des Lampo³ GT nicht anders, einem Gemeinschaftsprojekt von Protoscar, Imperia und Thyssen-Krupp System Engineering.

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In Zusammenarbeit von Protoscar, Imperia und Thyssen-Krupp System Engineering entstand der Lampo3 GT – ein Prototyp in dritter Generation, dessen Umsetzung in einer Kleinserie derzeit geprüft wird.
In Zusammenarbeit von Protoscar, Imperia und Thyssen-Krupp System Engineering entstand der Lampo3 GT – ein Prototyp in dritter Generation, dessen Umsetzung in einer Kleinserie derzeit geprüft wird.
(Protoscar)

Prototypen entstehen im Automobilbau fast immer als Gemeinschaftsleistung. Hersteller und Zulieferer bilden von den ersten Entwicklungsschritten bis zur Fertigung und Montage der exklusiven Komponenten und Systeme eine enge Gemeinschaft. Dies war auch bei der Entwicklung der Leichtbaukarosserie des Lampo³ GT so. Bei der Planung dieser Leichtbaukarosserievariante des Sportwagens arbeiteten die Unternehmen Protoscar, Imperia und Thyssen-Krupp System Engineering eng zusammen.

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Das Konzept war auch gleich präsentationswürdig: Auf dem 82. Internationalen Genfer Automobilsalon im März dieses Jahres, gehörte der Prototyp des Lampo³ zu den vielbeachteten Highlights.

Fahrdynamik, Sicherheit und Beladung wurden optimiert

Protoscar, ein in der Schweiz beheimateter Spezialist für Fahrzeugstudien, entwickelte das Fahrzeug. Die Aachener Imperia GmbH steuerte die Technologie für die Leichtbaukarosserie bei und Thyssen-Krupp System Engineering erstellte die Fertigungstechnik für die komplette Karosserie des Lampo³ GT sowie einzelne Komponenten.

Dr. Agostini, Leiter der Division Lightweight Solutions bei TK System Engineering, verweist auf die besonderen Herausforderungen des Projekts: „Erstmalig wurde für ein viersitziges Coupé mit elektrischem Antriebsstrang ein maßgeschneidertes Chassis auf Basis der Flexbody-Karosseriestruktur entwickelt. Beim Flexbody, einer Entwicklung von Imperia, handelt es sich um ein Leichtbau-Karosseriekonzept, das speziell für die Umsetzung in Kleinserienfahrzeugen entwickelt wurde. Im Lampo³ GT war es durch den Einsatz des Flexbody-Konzeptes dagegen möglich, die Batterien so zu platzieren, dass Fahrdynamik, Sicherheit und Beladung optimiert werden konnten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!“

Kleinserienproduktion des Lampo³ GT in Prüfung

Aktuell wird geprüft, ob der Lampo³ GT in Kleinserie produziert werden soll. Thyssen-Krupp System Engineering würde dann die komplette Chassis-Produktion übernehmen. Mit Elektromobilität kennt sich der Engineeringspezialist im Übrigen bestens aus: Denn im Geschäftsfeld Batterie Plant Technologies werden sowohl die Fertigungslinien für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien als auch die Anlagen für die Montage von Lithium-Ionen-Batteriezellen zu kompletten Batteriesystemen geplant.

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