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Fahrbericht

Kia Picanto X-Line: Das SUVchen für die City

| Autor/ Redakteur: Yvonne Simon / Jens Scheiner

Seit Anfang des Jahres ist die Kia-Picanto-Topversion „X-Line“ im SUV-Kostüm auf dem Markt. Spannender als die Optik ist aber, dass die Koreaner ihrem Kleinsten einen neuen Turbobenziner und eine komfortable Ausstattung spendiert haben.

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Die neue Picanto-Topversion „X-Line“ ist seit Anfang des Jahres auf dem Markt
Die neue Picanto-Topversion „X-Line“ ist seit Anfang des Jahres auf dem Markt
(Bild: Simon / »kfz-betrieb«)

Dass selbst das Kleinstwagensegment vor Ausläufern der SUV-Manie nicht sicher ist, haben schon Ford mit dem Ka Active oder VW mit dem Up Cross belegt. Seit Anfang des Jahres ist nun auch der Kleinste von Kia als „X-Line“ im SUV-Kleidchen auf dem Markt.

Optisch kann der aufmerksame Beobachter ein paar Unterschiede im Vergleich zur Basisvariante feststellen: so ist die neue Picanto-Topversion um 1,5 Zentimeter höhergelegt, ist 7,5 Zentimeter länger und verfügt über einen angedeuteten Unterfahrschutz sowie Seitenschutzleisten. Damit haben die Koreaner den Picanto natürlich nicht fürs Gelände gerüstet. Schick anzusehen war unser Testwagen mit seiner limettengrüner Lackierung aber durchaus.

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Der bevorzugte Lebensraum des Picanto ist und bleibt die Stadt, und da ist man mit der „X-Line“ äußerst komfortabel bedient, es gibt kaum etwas, das die Ausstattungsliste vermissen lässt. Wenn es eng wird, helfen Rückfahrkamera und Parksensoren hinten beim Rangieren. Der Smart-Key erspart das Kramen in den Tiefen der Handtasche und das Smartphone lässt sich induktiv im Innenraum aufladen. Weitere Nettigkeiten, wie eine Sitz- und Lenkradheizung, eine Solarglas-Frontscheibe und digitaler Radioempfang ergänzen die Serienausstattung.

Erstmals mit Turbo

Auf Autobahn und Landstraße erfreut der 1,0-Liter-Turbobenziner, den Kia ebenfalls seit Jahresbeginn erstmalig im Picanto anbietet und der 74 kW / 100 PS leistet. Damit muss man sich beim Überholen nicht mehr schämen, denn der Kleine beschleunigt ordentlich. Auch im niedrigen Drehzahlbereich entwickelt er noch Zug, das maximale Drehmoment des Turbos von 172 Newtonmetern erstreckt sich über den Drehzahlbereich von 1.500 bis 4.000 Umdrehungen.

Im Innenraum befindet sich zentral ein Sieben-Zoll-Touchscreen, der gut im Blickfeld liegt und dessen Funktion sich über analoge Tasten an den Seitenrändern schnell und einfach wählen lässt. Die über Rundknöpfe regelbare Klimaanlage ist hingegen etwas tief angesiedelt. Vom Design her hebt sich die „X-Line“ innen durch limettengrüne Ziernähte und Dekorelemente ab. Die Sitze kommen mit hellgrauen Kunstlederbezügen und sind äußerst bequem, wodurch sich der Koreaner auch für längere Fahrten empfiehlt.

Vorne viel, hinten wenig Raum

Zum Komfort trägt auch das Raumangebot bei. Der Kleinstwagen ist vorne relativ geräumig, eingeengt fühlt man sich auf dem Fahrersitz zumindest bei einer Körpergröße von 1,75 Metern nicht. Klassentypisch eng geht es auf der Rückbank zu und etwas mager ist der Platz im Kofferraum bei aufgestellter Rückbank. Zwar beträgt dessen Volumen 255 Liter, was nach Aussage des Importeurs Klassenbestleistung ist. Ein mittelgroßer Koffer, der in den Gepäckraum des Kleinstwagens der Autorin locker hineinpasst, ließ sich darin allerdings nicht unterbringen. Reisefreudige müssen also die Rücksitze umzuklappen.

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Den kombinierten Verbrauch gibt Kia für den Turbo mit 4,5 Litern pro 100 Kilometer an. Auf der Autobahn ist das mit entspanntem Fuß durchaus zu schaffen, nach einer Fahrt durch die Stadt zeigte der Bordcomputer 6,5 Liter an. Alles in allem ist die Picanto-Topversion ein bequemes Stadtauto, das sich auch für größere Distanzen und damit zum Beispiel für Pendler gut eignet. Der Grundpreis für die „X-Line“ mit Turbo und Schaltgetriebe liegt bei 17.290 Euro. Mit Metalliclackierung, Kia-Kartennavigation und autonomen Notbremsassistenten kostete unser Testwagen 18.860 Euro – fast doppelt so viel wie die Basisvariante.

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