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Elektronik

Kiekert stellt Türöffnungskonzept auf E-Schloss Basis vor

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Ein Touch-Sensor soll den Schlüssel ersetzen, für den Zugang ist ein Funkschlüssel oder Mobiltelefon erforderlich. Die Serienreife könnte in frühestens zwei Jahren erfolgen.

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Per Touch-Sensor könnte der Fahrer in Zukunft sein Auto öffnen.
Per Touch-Sensor könnte der Fahrer in Zukunft sein Auto öffnen.
(Foto: Kiekert)

Der Automobilzulieferer Kiekert, spezialisiert auf Schließsysteme im Automobil, hat in Genf ein neues Türöffnungskonzept vorgestellt. Im neuen Rinspeed-Konzeptfahrzeug Budii stellt das deutsche Unternehmen ein griffloses, elektrisches Öffnen der Tür vor. Da die Fahrzeugdesigner im Konzeptfahrzeug auf die Türaußengriffe verzichten, wird diese mittels Berühren eines Touch-Sensors auf der „Außenhaut“ automatisch geöffnet.

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Mechanische Redundanz möglich

Das modulare Kiekert E-Schloss enthält auf Kundenwunsch eine vollständige mechanische Redundanz. Diese soll bei einem Stromausfall die volle Funktionsfähigkeit sicherstellen. Eine integrierte LED im Schloss soll die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer erhöhen und ist bei Dunkelheit über den gesamten Öffnungsradius der Tür hinweg sichtbar. Die Tür kann auf Wunsch automatisch um bis zu zehn Zentimeter geöffnet werden, eine Griffmulde ist optional möglich.

Mobiltelefon zur Nutzeridentifikation

Gegenüber Automobil Industrie erklärte Dr. Karl Krause, Vorstandsvorsitzender der Kiekert AG, die Beweggründe zur Entwicklung des neuen Konzepts. „Kiekert ist Technologieführer, weil wir frühzeitig Markttrends aufspüren und mit Innovationen Benchmarks in unserer Branche setzen. Unser neuartiges Türöffnungskonzept auf Basis des E-Schlosses im „Budii“ von Rinspeed ist unser neuester Beweis für unsere Technologiekompetenz und Innovationskraft“ so Krause.

Der Unternehmenschef sieht die realistische Einführung der Technologie bis zur Serienreife in den kommenden zwei bis drei Jahren. Da das Thema Sicherheit nicht zu kurz kommen darf, weiss Krause dass auch Unbefugten der Zugang zum Fahrzeug verwehrt bleiben muss. „Zur Nutzeridentifikation beim Entriegeln der Tür sind ein Funkschlüssel oder ein Mobiltelefon erforderlich, die sogenannte Near Field Communication, wie auch bei einem Auto mit einem konventionellen Türgriff. Durch das Berühren des kapazitiven Sensors auf der Türaußenhaut mit dem Finger oder der Hand wird die Tür elektrisch geöffnet, so als wenn an einem konventionellen Türgriff gezogen worden wäre.“

Kapazitiver Sensor

Dabei soll der Öffnungsmechanismus auch bei einem verschmutzen Lack weiterhin funktionieren. „Der kapazitive Sensor reagiert auf die Berührung der Haut und ist natürlich bei allen Witterungsverhältnissen funktionsfähig.“

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