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Automobilzulieferer Lanxess eröffnet Kunststoff-Produktion in Brasilien

| Redakteur: Thomas Günnel

Lanxess hat eine neue Anlage für Hightech-Kunststoffe im brasilianischen Porto Feliz eingeweiht. Der Spezialchemie-Konzern hat in die Anlage mit einer Kapazität von 20.000 Jahrestonnen rund 20 Millionen Euro investiert.

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Lanxess hat seine neue Anlage für Hightech-Kunststoffe im brasilianischen Porto Feliz eingeweiht. In der neuen Compoundier-Anlage stellt das das Unternehmen die Kunststoffe Durethan und Pocan her.
Lanxess hat seine neue Anlage für Hightech-Kunststoffe im brasilianischen Porto Feliz eingeweiht. In der neuen Compoundier-Anlage stellt das das Unternehmen die Kunststoffe Durethan und Pocan her.
(Foto: Lanxess/ Thorsten Martin)

Mit dem Neubau entstehen bis zu 50 hochqualifizierte Arbeitsplätze. In der neuen Compoundier-Anlage mischt das Unternehmen die Basispolymere Polyamid (PA) und Polybutylenterephthalat (PBT) nach Kundenwunsch mit speziellen Additiven und Glasfasern. Daraus entstehen die Hightech-Kunststoff-Produktlinien Durethan und Pocan. Die Materialien werden in der Produktion von leichteren Bauteilen eingesetzt, die in Fahrzeugen Metallteile ersetzen.

Produktionsnetzwerk für Hightech-Kunststoffe ausgebaut

Seit dem Jahr 2012 hat Lanxess sein weltweites Produktionsnetzwerk für Hightech-Kunststoffe deutlich ausgeweitet. Im belgischen Antwerpen stellt der Konzern derzeit ein neues Werk für Polyamide fertig. Die Anlage ist für eine jährliche Kapazität von 90.000 Tonnen ausgelegt und soll im dritten Quartal 2014 den Betrieb aufnehmen. Der Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM) beschäftigt weltweit rund 1.700 Mitarbeiter und gehört zum Segment Performance Polymers, das im Geschäftsjahr 2013 rund 4,5 Milliarden Euro erwirtschaftete. Der Geschäftsbereich stellt die Grundstoffe für seine Hightech-Kunststoffe, wie Glasfasern für die PA- und PBT-Compounds sowie das Polyamid 6-Monomer Caprolactam und dessen Rohstoffe auf eigenen Anlagen her.

Lanxess in Brasilien

Porto Feliz ist mit rund 310 Mitarbeitern ein großer Produktionsstandort des Unternehmens. Der Geschäftsbereich Rhein Chemie produziert dort seit rund zehn Jahren Kautschukadditive. Seit dem Jahr 2013 entstehen an dem Standort auch Hochleistungs-Heizbälge. Im laufenden Geschäftsjahr folgt eine weitere Anlage für polymergebundene Kautschukadditive. Der Geschäftsbereich Inorganic Pigments betreibt ebenfalls ein Werk in Porto Feliz.

Nach der Akquisition von Petroflex im Jahr 2008 gehört Lanxess zu den größten Chemieunternehmen in Brasilien. Der Konzern beschäftigt dort an sieben Standorten rund 1.100 Mitarbeiter. Im Jahr 2005 machte Brasilien noch rund ein Prozent des Konzernumsatzes aus, mittlerweile erwirtschaftet der Konzern dort rund neun Prozent des Gesamtumsatzes.

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